Die SVP-Leitlinien zur Wirtschaft
Die SVP schreitet mit Zuversicht ins nächste Jahrtausend - indem sie Gutes bewahrt und Stärken ausbaut - Qualität und Präzision sind unsere Stärken auch in Zukunft - Auf zu neuen Taten
Die SVP steht zur sozialverträglichen Marktwirtschaft - mit vielen kleinen und mittleren Betrieben - mit guter sozialer Abstützung - ohne Missbrauch der Sozialwerke und ungerechtes Giesskannenprinzip - das Maximum an Rendite ist nicht immer das Optimum
Die SVP nutzt die Chance der neuen Technologien - durch verantwortungsvollen Umgang mit BIO- und GENTECH - im Vertrauen auf den Forschungsplatz Schweiz - für eine bessere Zukunft für alle
Die SVP bekämpft die Steuerlast - für einen steuerfreundlichen Unternehmensstandort Schweiz auch für die KMU - gegen Steuererhöhungen für die Bürgerinnen und Bürger - für einen gesunden Mittelstand
Die SVP sagt der Arbeitslosigkeit den Kampf an - mit flexiblen Arbeitszeit- und Lohnmodellen - mit optimaler Aus- und Weiterbildung - mit der Förderung innovativer Ideen - für Stellen statt Stempelgelder
Die SVP wehrt sich gegen Paragraphenflut und Regulierungswut - zur Erleichterung von Unternehmensgründungen - gegen den Untergang von Kreativität und Innovation im Bewilligungsdschungel - für neue Perspektiven und Arbeitsplätze
Die SVP (ver)handelt mit der EU - als selbstbewusster und konkurrenzfähiger Handelspartner der Welt - im Vertrauen in die Marke Schweiz und unsere Qualitätsprodukte - unter Nutzung unserer Stärken im Dienstleistungssektor
Die SVP tauscht den Franken nicht gegen den EURO - denn die Wechselkursvorteile wiegen die Zinsnachteile nicht auf - der Schweizer Franken kann auch neben dem EURO bestehen
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Die SVP-Leitlinien zur Asylpolitik
Die SVP fordert ein griffigeres Asylgesetz - mit verschärften Gesetzen auf Vollzugsebene - mit einer vernünftigen Beschränkung der Rechtsmittel
Die SVP fordert einen raschen Vollzug von Asylentscheiden - als Zeichen einer konsequenten Asylpolitik - zur Entlastung der Bundeskasse
Die SVP fordert bewachte Kollektivunterkünfte - für kriminelle, renitente, gewalttätige und papierlose Asylsuchende
Die SVP fordert eine Verbesserung der Zusammenarbeit - innerhalb des Bundes - zwischen Bund und Kantonen - zwischen den Bundesämtern für Flüchtlinge, für Statistik und für Ausländerfragen  in den Bereichen Asyl-, Ausländer- und Kriminalstatistik
Die SVP fordert eine ehrliche Informationspolitik - mit welcher Zahlen und Tatsachen klar und offen dargelegt werden
Die SVP fordert ein nachhaltiges Migrationskonzept - mit einem praktikablen ANAG - zur Stabilisierung des Ausländeranteils - mit eingeschränktem Familiennachzug - mit einem sinnvollen Ersatz des Saisonnierstatuts
Die SVP fordert eine wirkungsvolle Sicherheitspolitik - mit effizientem Grenzschutz und häufigeren Kontrollen - zur Bekämpfung von Kriminaltourismus und organisierter Kriminalität
Die SVP fordert eine konsequente Aussenpolitik - unter Nutzung der Entwicklungspolitik als Druckmittel - mit Rückübernahmeabkommen mit Transitländern - mit Rückführungsabkommen mit Ursprungsländern
Die SVP fordert eine sinnvolle Einbürgerungspolitik - zur Förderung der Integration
Die SVP fordert eine Überprüfung der Antirassismusstrafnorm - da mit Symptombekämpfung keine Ursachen beseitigt werden
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Die SVP-Leitlinien zur Sozialpolitik
Unsere Sozialwerke konnten aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung während Jahren stetig ausgebaut werden. Heute stellt sich infolge der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Frage, welche Leistungen der Staat erbringen soll und wie vorhandene Mittel am effizientesten eingesetzt werden können. Die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung nimmt unter den Sozialwerken eine zentrale Stellung ein. Die Sicherung der AHV ist deshalb für die SVP ein vordringliches Anliegen.
Eigenverantwortung im Zentrum Aufgaben, die der einzelne aus eigener Kraft meistern kann, sollen nicht an die Gesellschaft übertragen werden.
Missbrauchsbekämpfung Missbräuche in den einzelnen Sozialversicherungen sind energisch zu bekämpfen.
Verzicht auf Ausbauvorschläge Mit einem klaren Marschhalt kann die soziale Sicherung konsoldiert und entsprechend reformiert werden. Alle zurzeit laufenden Ausbauprojekte sind abzulehnen, ausser sie werden durch Kürzungen in anderen Sozialbereichen kompensiert.
Effizienz / Soziale Treffsicherheit Die soziale Sicherung ist so auszugestalten, dass sie effizient geleistet werden kann und dass sie insbesondere für jene, die sie bezahlen, auch zumutbar ist. Diesbezüglich ist auch ein Abbau von Besitzständen nicht ausgeschlossen. Dieser sollte jedoch nicht "mit der Rasenmäher-Methode" erfolgen; wirklich notwendige Sozialleistungen stehen nicht zur Diskussion. Bei zukünftigen Revisionen ist das Giesskannenprinzip möglichst zu vermeiden.
Verstärkung des Versicherungsprinzipes Ansprüche auf Leistungen setzen entsprechende Vorleistungen in Form von Prämien voraus. Eine Betonung des Versicherungsprinzipes stärkt das Kostenbewusstsein des einzelnen und verbessert als Folge davon Kostentransparenz und Effizienz des Systems. Aufgaben, die dem Sozialausgleich dienen, sollen vermehrt über Steuern abgewickelt werden.
Keine neuen Lohnprozente Zusätzliche Lohnprozente belasten vorallem untere und mittlere Einkommen unverhältnismässig. Ausserdem verteuern sie die schweizerischen Arbeitskosten. Die SVP ist gegen zusätzliche Lohnprozente.
Keine neuen Steuern als Finanzierungsquelle Die SVP ist gegen neue Steuerbelastungen zur Finanzierung von Sozialleistungen.
Echte Sparmassnahmen realisieren Die Verschiebung der Lasten auf andere staatliche Zahler ist keine Sparmassnahme. Sparen heisst, Leistungen nicht mehr erbringen.
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Die SVP-Leitlinien zur Verkehrspolitik
Freie Wahl der Verkehrsmittel An der freien Wahl der Verkehrsmittel ist grundsätzlich festzuhalten. Kein Verkehrsträger soll aus ideologischen Gründen gegen einen anderen ausgespielt werden. Regulierender Eingriffe bedarf die Mobilität dort, wo es Auswüchsen entgegenzutreten oder Umwelt- und Lebensqualität zu schützen gilt. Es ist jeweils jener Verkehrsträger zu fördern, der im konkreten Fall am meisten zu einer leistungsfähigen Verkehrsbewältigung beitragen kann.
Zeitgemässe Güterverkehrspolitik Die SVP fordert eine moderne Güterverkehrspolitik auf der Grundlage des wesensgerechten Einsatzes der Verkehrsträger. Dabei ist anzustreben, dass der Güterverkehr im Rahmen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglichst auf der Schiene und dessen Feinverteilung durch Verkehrsmittel der Strasse bewältigt wird.
Güterverkehr Der kombinierte Verkehr Schiene/Strasse ist eine effiziente Lösung für den Güterverkehr über grosse Distanzen (ab 500 Kilometern). Aus Effizienzgründen muss die Priorität langfristig bei der Förderung des unbegleiteten kombinierten Verkehrs (UKV) liegen.
Kostenwahrheit Die Herstellung der Kostenwahrheit ist als verkehrs- und finanzpolitisches Ziel grundsätzlich sinnvoll. Es ist aber darauf zu achten, dass bei sämtlichen Verkehrsträgern die gleichen Massstäbe angewendet werden. Die Förderung des öffentlichen Verkehrs kann allein mit der Kostenwahrheit nicht länger begründet werden.
Ganzheitliche Finanzierung Die SVP befürwortet Finanzierungslösungen, die eine ganzheitliche Finanzierung des öffentlichen Verkehrs erlauben und einer langfristigen Infrastrukturplanung Rechnung tragen. Die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs ist deshalb nicht objektbezogen, sondern als Globalfinanzierungssystem auszugestalten. Im Vordergrund steht diesbezüglich die Schaffung eines Investitionsfonds für den öffentlichen Verkehr und dessen verfassungsmässige Verankerung - analog der Finanzierung der Strasseninfrastrukturen.
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Die SVP-Leitlinien zur Weiterbildung
Unter Weiterbildung versteht die SVP intendiertes, gezieltes Lernen. Dieses kann vom Selbststudium (mit Hilfe von Fachliteratur) bis hin zur institutionalisierten, organisierten Lernform - dem Weiterbildungskurs – reichen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um berufliche oder allgemeine Weiterbildung oder etwa einen betriebsinternen Kurs handelt. Unbeabsichtigte, unbewusste Lernprozesse hingegen gelten für die SVP nicht als Weiterbildung.Â
Lebenslanges Lernen baut auf den in der Schule, der Berufsausbildung oder an der Hochschule erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie den Berufs- und Lebenserfahrungen auf. Fort- und Weiterbildung hat in erster Linie zum Ziel, Qualifikationen und Kompetenzen aufzufrischen, zu erhalten, zu ergänzen, zu erweitern oder umzuformen. Erworbene Diplome und Abschlüsse dürfen deshalb nach Meinung der SVP niemals als Endstation einer Ausbildung angesehen werden.
Lernen als lebenslanger Prozess ist aus Sicht der SVP an folgende Rahmenbedingungen geknüpft: - an die technologische und gesellschaftliche Entwicklung; - an den beschleunigten Entwicklungsrhythmus; - an die steigenden Anforderungen, die alle Berufstätigen betreffen; - an die berufliche Flexibilität sowie Mobilität; - an die zunehmende Arbeitslosigkeit.
Aufgrund dieser Rahmenbedingungen sollte die Fort- und Weiterbildung künftig nicht nur als Kür, sondern als Plicht angesehen werden - und zwar im Interesse sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern. Insbesondere für die Qualifizierung der Arbeitskräfte sowie für die Qualität der gesamten Volkswirtschaft stellt die Weiterbildung einen wesentlichen Faktor dar.
Für die SVP ist es entscheidend, dass die Fort- und Weiterbildungsangebote forciert werden. Bislang ist die Weiterbildung zu einem grossen Teil von nicht-staatlichen Institutionen getragen worden. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Der Staat muss ausschliesslich subsidiär wirken und günstige Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb schaffen. Dieser Wettbewerb unter den Ausbildungsanbietern kann der Qualität der Angebote nur förderlich sein. Was die finanzielle Unterstützung durch den Staat anbelangt, muss dieser künftig Schwerpunkte setzen. Das Giesskannenprinzip hat auch im Weiterbildungsbereich endgültig ausgedient.
In diesem Zusammenhang unterstützt die SVP Bemühungen, die Weiterbildungsangebote modulartig mit einem Punktesystem anbieten wollen. Hierbei berechtigt jedes erfolgreich absolvierte Modul zum Bezug einer gewissen Anzahl Punkte. Wer über genügend Punkte verfügt, erhält schliesslich den gewünschten Abschluss. Öffentliche und private Weiterbildungsinstitutionen müssten über ein noch zu schaffendes Akkreditierungssystem "beweisen", dass sie über die erforderliche Qualität und die nötigen Kapazitäten verfügen, um Bildungsangebote optimal, zielgerichtet und zeitgemäss zu vermitteln.
Wie aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 1996 hervorgeht, bilden sich in der Schweiz pro Jahr fast zwei Millionen Erwachsene in Kursen weiter. Dies ist erfreulich. Dabei haben vor allem bereits gut Ausgebildete und Erwerbstätige einen besseren Zugang zur beruflichen Weiterbildung als Personen ohne nachobligatorische Ausbildung, die rund dreimal weniger an Weiterbildungskursen teilnehmen. Die SVP erachtet es aus volkswirtschaftlicher Sicht als sinnvoll, dass auch unqualifizierte Arbeitskräfte vermehrt in den (betrieblichen) Fort- und Weiterbildungsprozess miteinbezogen werden.
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