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Bevölkerung und Kinder in der Riedmatt verdienen bessere Lösungen

Die Stadt Zug hat in der Schulraumplanung in den nächsten Jahren grosse Herausforderungen zu bestehen. Stadt-und Gemeinderat haben für die Realisierung bereits eindrückliche Beträge zurückgestellt. Wir sind verpflichtet, sauer verdientes Steuergeld nachhaltig und sinnvoll zu investieren.

Kürzlich hat der Stadtrat ein Projekt zur umfassenden Renovation des Kleinschulhauses (KSH) Riedmatt im Westen der Stadt, mitten in einem Wohnquartier gelegen, dem GGR vorgelegt. Bericht und Antrag Nr. 2‘608 ist zu entnehmen, dass das einstöckige Gebäude schon 1974 erstellt und im Jahre 2014 für die Nutzung von vier Kindergärten umgebaut wurde. Das KSH war schon immer ein lieblos erstelltes Zweckgebäude, ohne Unterkellerung, von geringer architektonischer Qualität, vom energetischen und heutigen baulichem Zustand dieses Barackenbaus gar nicht zu reden. Nicht vergleichbar mit Zeitzeugen wie dem Schulhaus Oberwil.

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, ganz unabhängig von der zukünftigen Nutzung als Quartiertreffpunkt und für die Kinderbetreuung mit Mittagstisch, kommt doch zum Schluss, dass eigentlich nur ein vollständiger Abriss dieser Gebäuderuine sinnvoll ist. Der Stadtrat schreibt in seiner Vorlage selber, dass eine Zustandsanalyse zeige, dass das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand sei. Die Aussenwände bestünden lediglich aus Holzplatten mit einem schadstoffhaltigem Putz und das Dach aus einer dünnen Dämmung mit Kieseindeckung.

Meiner Meinung muss darum eine sinnvollere und zukunftsträchtigere Alternative geplant werden. Der GGR ist jedenfalls schlecht beraten, CHF 2,25 Mio. für einen Umbau zu bewilligen, der erneut einen baulichen Kompromiss darstellen würde. Vor allem dann, wenn man die geringe Raumhöhe und die beschränkten Ausbaumöglichkeiten in Betracht zieht. Den beiden vorberatenden Kommissionen GPK und BPK ist empfohlen, das Parlament (GGR) zu bitten, die Vorlage zur vollständigen Überarbeitung an den Stadtrat zurückzuweisen.

Aus meiner Sicht kann man dabei mehrere Alternativen diskutieren: Eine Variante besteht darin, das Gebäude komplett abzureissen und an der Stelle einen entsprechenden Neubau zu erstellen, der zukünftig bei Bedarf auch aufgestockt werden könnte, also mit einem 2. allenfalls sogar 3. Stockwerk, mit Schulzimmern und Nebenräumen. Schliesslich verlangte man vor kurzen beim Schulneubau Riedmatt II einen zusätzlichen Stock, welcher durch Einsprachen der Nachbarn verhindert wurde. Der Bedarf scheint jedenfalls ausgewiesen.

Der zweite Vorschlag wäre, zur bereits bestehenden „Pavillonfamilie“ (Herti, Oberwil, Riedmatt, Letzi) eine weitere zweistöckige Modulbaute zu erstellen. Ein Gebäudetyp der sich bewährt hat und auch in energetischer Hinsicht den Anforderungen genügt. Die dritte Variante besteht darin, diesen flächenmässigen Kleinststandort im Sinne der Konzentration auf das bestehende Schulareal Riedmatt aufzugeben, dort zum Beispiel Mietwohnungen unter Beibehalt der bestehenden Quartierspielplätze zu erstellen.

Die vom Stadtrat vorgeschlagenen Nutzungen wären auf dem grosszügig ausgelegten Areal Riedmatt zur realisieren, z.B. durch Aufstockung des bestehenden eingeschossigen Pavillons. Eine weitere Möglichkeit als Quartiertreffpunkt wäre das durch einen Brand beschädigte älteste Bauernhaus auf Stadtboden, im Kriegsjahr 1799 errichtet, endlich wieder in Stand zu stellen und der Quartierbevölkerung in renoviertem Zustand als neuen Treff zu übergeben.

Jedenfalls hoffe ich sehr, dass bald cleverere Lösungen beschlossen werden, als diejenige welche heute vorliegt, für CHF 150‘000.- Planungskosten notabene. Bessere Lösungen sind oft etwas teurer. Meist ist jedoch gute Qualität und am Schluss langfristig am günstigsten – das sollte doch unser Stadtrat auch schon gemerkt haben.

Philip C. Brunner, Präsident GPK Stadt Zug

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