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Bundesfeier: Die Entstehung der Nationalhymne

Am 1. August wird landauf landab die Nationalhymne gesungen und gespielt.
Der Schweizerpsalm „Tritts im Morgenrot daher“ ist eine der ganz wenigen Nationalhymnen, die ihre Bürger zum Gebet auffordert. Dieses Privileg, sich zu versammeln, um für den Schutz und Segen für Volk und Vaterland zu beten, ist einmalig.

Die Entstehung des Schweizerpsalms dürfte jedoch nur wenige Schweizer kennen. Die Entstehungsgeschichte führt uns zurück in die Jahre vor der Gründung unseres Bundesstaates von 1848. Der Schweizerpsalm wurde nicht im Auftrag der Regierung veranlasst, es gab auch keine nationale Expertenkommission. Das Wichtigste und Schönste wird selten vom Staat, sondern meist auf private Initiative hin von tätigen Leuten aus dem Volk geschaffen. Der Text und die Melodie unserer heutigen Nationalhymne sind das Gemeinschaftswerk zweier Männer, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Der Urner Katholik Pater Alberik Zwyssig und der Zürcher Reformierte Leonhard Widmer. Die beiden Männer teilen die grosse Freude am Gesang und Musik. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft und Zusammenarbeit über alle gesellschaftlichen und konfessionellen Gegensätze hinweg. Wie so oft, wirkt auch hier die Musik verbindend.  Im Sommer 1841 lässt Widmer seinem Musikfreund den vaterländischen Liedertext zur Vertonung zukommen. Wie genau sich Töne und Text zwischen Widmer und Zwyssig zusammenfanden, ist nicht mehr zu klären. Der so entstandene Schweizerpsalm wurde am 22. November 1841 im Patrizierhaus Hof St. Karl, Salesianum. in Zug uraufgeführt. Pater Alberik Zwyssig lebte nach der Klosteraufhebung in Wettingen von 1841 bis 1846 in Oberwil.

Vor rund 50 Jahren, 1961, beschloss der Bundesrat, der Schweizerpsalm sei die neue offizielle Nationalhymne. Vor 30 Jahren im Jahr 1981 wurde der Schweizerpsalm nach einer Probezeit endgültig zur Nationalhymne. Positiv gewürdigt wurde vor allem, dass diese Hymne im Gegensatz zum etwas martialischen alten Nationalhymne „Rufst Du mein Vaterland“ keine Gewalt und Waffentaten verherrlicht, sondern die Liebe zu Gott, Heimat und Naturschönheit. Die Schweiz besitzt eine Nationalhymne mit ausgeprägt sakralem, chorartigem Charakter, die sogar Aufnahme in die kirchlichen Gesangsbücher fand.

Ist es nicht bemerkenswert und Grund zur Freude, dass unsere Schweiz auch diesbezüglich von der Norm abweicht und einen Sonderfall darstellt?
In seiner Festansprache „50 Jahre Schweizerpsalm“ anlässlich der Jubiläumsfeier „20 Jahre SVP Stadt Zug“ betonte Bundesrat Ueli Maurer: „Der Schweizerpsalm ruft zum Zusammenstehen aller Schweizer auf, zur patriotischen Versöhnung, zur gemeinsamen Besinnung auf die freie Heimat – er ist ein staatsbürgerlicher Appell.“

Ernst J. Merz, Unterägeri

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