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Das anscheinend kleine 1%

Rund zwei Monate nach der Co2- Initiative die durch das Volk abgelehnt wurde, stimmen wir Ende September über die 99%-Initiative ab. Grundsätzlich haben die beiden Vorlagen nichts miteinander zu tun. Fundamental würde aber auch die 99%-Vorlage enorme Mehrsteuern und Einschränkungen bringen.

Bei einer Annahme verlangt die Vorlage, dass Personen und Unternehmen bei denen das jährliche Kapitaleinkommen 100’000 Franken übersteigt, höher besteuert werden sollen. Wichtig zu wissen ist aber, dass der Wert von 100’000 Schweizer Franken bereits bei vielen Familienunternehmen in der Schweiz überstiegen wird. Bei einem zustimmenden Volksentscheid würden also auch viele KMU’s und Unternehmen in Familienhand sanktioniert werden. Rund 300’000 Unternehmen in der Schweiz sind Familienunternehmen. All diese sind für etwas mehr als drei Millionen Arbeitsplätze verantwortlich.

Durch die höheren Steuerbelastungen verlieren die Unternehmen einen massiven Anteil an flüssigen Mitteln und können nicht weiterhin in Innovation, Forschung und Expansion investieren. Der Standort Schweiz könnte durch diese Auswirkungen massiven Schaden nehmen. Auch im Kanton Zug haben wir viele Familienunternehmen die durch langjähriges, gutes und erfolgreiches «Gschäfte» den definierten Wert aus der Vorlage übersteigen und somit strapaziert werden. Wollen wir also Unternehmen und die daraus resultierenden Arbeitsstellen in Gefahr bringen?

In unserem Kanton, welcher als Wirtschaftsstandort gilt, leben zudem auch viele Privatpersonen die durch diese Initiative massiv benachteiligt werden. Der bereits geltende Steuersatz und die in den vergangenen Jahren daraus resultierten Steuererträge sind mitverantwortlich, dass der Kanton Zug die Covid-Krise finanziell gut überwunden hat, respektive am Überwinden ist. Die Überproportionalität an vermögenden Personen in Zug lässt zudem vermuten, dass nicht wie symbolisch beschrieben 1% von grösseren Steuerrechnungen betroffen wären, sondern einen weit grösseren Teil der Gesamtmenge.

Aus den genannten Gründen stimme ich am 26. September überzeugt und bestimmt NEIN zur extremen Juso-Initiative.

Hans Küng, Kantonsrat
SVP Baar

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