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Der Einsatz Privater wird schlechtgemacht

Gemäss einem Artikel in der Zentralschweiz am Sonntag erhält das OK für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 ein Darlehen für die Vorfinanzierung des Festes. Beim Fest selber handelt es sich um einen zwar grossen, aber privat organisierten Anlass. Was ist falsch daran, dass eine Privatperson diese private – nicht staatliche – Veranstaltung mit einem Darlehen finanziert, ohne dass sie öffentlich genannt werden möchte?

Ich empfinde den Versuch, darüber eine Empörung zu konstruieren, als verfehlt. Es geht nämlich kaum um das Modethema Transparenz (wie im Artikel Glauben gemacht wird), sondern um eine grundsätzliche Haltung: was privat ist und mit privatem Geld finanziert und organisiert wird, ist des Teufels. Was vom Staat kommt, ist von Segen. Es geht im Artikel wohl auch um die Verunglimpfung privater unternehmerischer Tätigkeit,  die nach der privatrechtlichen Rechtsordnung selber, eigenständig und ohne staatliche Vorschrift entscheiden will, wem sie sich offenbaren will.

Die Kultivierung eines Klimas, wonach der Staat transparent und gut und die private Tätigkeit intransparent und schlecht ist, hat seit längerer Zeit System. Sind denn der Staat und seine Verwaltung immer so transparent und ehrlich? Begründete Zweifel sind angebracht. Die Schürung des genannten Klimas ist aber auch gefährlich: dort, wo der Einsatz Privater erschwert oder schlechtgemacht wird, zieht sich der Private zurück, und oft springen der Staat oder einige wenige dem Staat genehme Private an seine Stelle. Der Staat wird dadurch grösser und mächtiger.

Das führt immer zu Wohlstandsverlust für alle. Noch schlimmer und auch gefährlicher aber ist es, dass durch einen übermächtigen Staat die Freiheit und der Wert des einzelnen Individuums zu Gunsten des heiligen Kollektivs und der Priesterkaste, die dieses verwaltet, verloren geht. Am Ende einer solchen Entwicklung standen schon vielfach der totale Staat und das total wehrlose Individuum. Dieser totale Staat behandelt mit seinem totalen Wissen aber nicht alle gleich. Nein, er verwendet sein totales Wissen, um diejenigen, die ihm unliebsam sind, auszuschalten.

Das sollte man nicht vergessen, wenn man einer solchen Transparenz das Wort redet. – Als Nicht-Schwinger möchte ich dem anyonymen Darlehensgeber jedenfalls danken, dass er hilft, ein schönes Fest auf die Beine zu stellen.

Dr. Manuel Brandenberg, Rechtsanwalt, Fraktionschef SVP, Zug"

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