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Die Chance bei den Gesundheitskosten packen!

Die Stadt Zug ist durch verbindlichen Beschluss des GGR gefordert zu sparen – und zwar massiv! Sparen ist allerdings bei einem so hohen Anteil an fest gebundenen Kosten nicht einfach – dies streichen die Sparunwilligen gerne heraus. In der Tat sind unsere Gemeinden, oft durch unverantwortliche gesetzliche Entscheidungen, welche auf Ebene Kanton und Bund getroffen wurden, diesen von oben herab festgelegten Kosten, hilflos ausgeliefert.

Steigende Gesundheitskosten scheinen mittlerweile so zwingend wie das Gesetz der Schwerkraft. Ständig werden dagegen zwar Massnahmen ergriffen; aber nur die papierenen Regelwerke türmen sich und die unvermeidliche Bürokratie wächst weiter. Eine heilende Rezeptur ist nicht in Sicht. Die Idee, dass mehr Markt und Wettbewerb die Kosten im Gesundheitswesen senken könnten, sitzt immer noch im Wartezimmer. Immerhin, einen Lichtblick gibt’s nun doch:

Gestützt auf die Neuerungen im Krankenversicherungsgesetz hat der Regierungsrat auf den 1. Januar 2011 die „Verordnung über die stationäre und ambulante Langzeitpflege“ in Kraft gesetzt. Zur ambulanten Langzeitpflege gehört die Spitex. Die Gemeinden sind nun verpflichtet, für krankenkassenpflichtige Spitex-Leistungen Pflegepauschalen zu bezahlen, sodass die Vollkosten gedeckt sind. Anspruch auf diese Beiträge haben alle Spitex-Dienste, und eben auch private Organisationen.

Mit der neuen Gesetzgebung regt sich im Spitex-Bereich so etwas wie Wettbewerb. Der Anteil der privaten Spitex-Dienste an den gesamten Spitex-Leistungen im Kanton Zug beträgt bereits etwa 16%, obwohl ihnen die Gemeinden pro Stunde nur etwa 36%,  von dem bezahlen müssen, was die kantonale Spitex verrechnet. Sparen ist also trotz allem möglich! Die Stadt Zug und die Gemeinden sind also gut beraten, wenn sie dafür sorgen, dass sich bei der Spitex möglichst viele Anbieter entfalten können. Andere Organisationen wie die Pro Senectute und die Familienhilfe Kanton Zug, die Betreuungen anbieten, müssen ebenfalls einbezogen werden. Sie ermöglichen ein günstiges, massgeschneidertes Angebot, denn die Bedürfnisse der alten Menschen sind sehr individuell – und die meisten wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Bei den weiteren Entwicklungen der Spitex (Beispiel die Forderung nach einer Nacht-Spitex) ist deshalb darauf zu achten, dass jede Gemeinde eigene Lösungen entwickeln kann und der Wettbewerb gestärkt wird.

Wenigstens bei der ambulanten Langzeitpflege können die Gemeinden etwas dazu beitragen, dass die Kosten sinken. Sie müssen die Vielfalt der Angebote fördern und diese geschickt koordinieren. Ein solches Geschäftsmodell wäre den anderen Playern im Gesundheitswesen ebenfalls zur Nachahmung empfohlen.

Philip C. Brunner,
Präsident GPK Stadt Zug

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