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Die Energieversorgung der Schweiz in Gefahr

2003 hat das Volk die Atominitiative mit 63% abgelehnt. Für die Initiative war damals die heutige SP-Bundesrätin Sommaruga, dagegen die heutige Energieministerin CVP-Bundesrätin Doris Leuthard. Für mich ist das Umfallen von Bundesrätin Leuthard in dieser Sache absolut unverständlich und politisch unverantwortlich. Ich bin jedoch erfreut, dass es bei der CVP doch noch unabhängig denkende Politikerinnen und Politiker gibt, welche die unselige Energiestrategie Ihrer Bundesrätin ablehnen und nicht vor ihr kuschen.

Sehr enttäuscht bin ich auch über die Haltung vieler FDP-Politiker und Politikerinnen, die sich an ihrer Delegiertenversammlung mehrheitlich für die utopische Energiestrategie 2050 ausgesprochen haben. Das Rechtsblinken und nachher Linksabbiegen scheint bei dieser Partei zunehmend System zu haben. Wer weiss heute schon, was die nächsten 10 Jahren bringen werden, erst recht nicht die nächsten 20 und 30 Jahre.

Die Befürworter der neuen Energiestrategie nahmen das zerstörte Kernkraftwerk in Fukushima Japan und das Umfallen der deutschen Regierung als Anlass zur sofortigen Energiewende. Dabei war es eine Tsunamiflutwelle, die das nach dem Erdbeben noch intakte aber am falschen Ort platzierte Kernkraftwerk zerstörte. Die Menschen in der Umgebung verloren ihr Leben wegen dem Tsunami und nicht durch ausgetretene nukleare Verstrahlung. Tatsache ist, dass die Schweiz bis in die Neunziger Jahre, auch dank der Kernkraftwerke, ein Nettoexporteur an Strom nach Europa war.

Inzwischen wird nur noch, wenn überhaupt, überschüssiger (Nacht-)Strom exportiert. Zudem wird der Stromimport in Zukunft stetig steigen, denn allein für die stetig wachsende Anzahl von Elektroautos (2016: 2,5% Anteil Neuinverkehrsetzung) wird ca. in 10 Jahren ein Stromkraftwerk in der Schweiz benötigt. Wollen wir zukünftig von Stromimporten aus unsauberen Kohle- und Gaskraftwerken aus dem Ausland abhängig sein? Was passiert bei möglichen kriegerischen Ereignissen im Osten Europas, wenn plötzlich die Zufuhr von Gas für die Gaskraftwerke im benachbarten Ausland oder (für in Zukunft erstellte Gaskraftwerke) im Inland über die Gas-Pipelines unterbrochen wird ?

Leider zeigt sich hier einmal mehr, wie kurzfristig hier gedacht wird und dass wer die Geschichte nicht kennt, leider nur allzu schnell ihr Opfer werden kann. Ich möchte nie einen mehrtägigen Strom-Ausfall mit nachfolgendem Chaos erleben müssen und werde daher am 21. Mai 2017 zum neuen Energiegesetz NEIN stimmen. Mit einem NEIN kann eine bessere Vorlage erarbeitet werden, als das zur Abstimmung gelangende bürokratische Subventionsmonster-Energiegesetz.

Theo Biedermann, Cham

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