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Die SVP wehrt sich gegen das Zwangssystem Harmos

Das HarmoS – Konkordat sieht die Schulpflicht für alle Vierjährigen vor. Die obligatorische Schulzeit wird von neun auf elf Jahre verlängert. Der Kindergarten wird abgeschafft. HarmoS bedeutet auch Zwang für die Zugerinnen und Zuger, denn das Konkordatsrecht steht über kantonalem Recht. Der Kanton Zug muss demnach ausführen, was die „Konkordate – Macher“ vorschreiben.

Welche Auswirkungen hat HarmoS auf das Familienleben? Wer sein Kind länger zu Hause haben möchte, hätte ein begründetes Gesuch an die Behörden zu stellen. Die Eltern sollen doch über das Wohl ihrer Kinder selber entscheiden dürfen. Es kann nicht sein, dass sich heute eine Mutter rechtfertigen muss, wenn sie sich bewusst für die Familienbetreuung zu Hause entscheidet. Früher wurden berufstätige Mütter als „schlechte Mütter „ hingestellt. Das war ebenso falsch. Mit HarmoS werden Familienmodelle gegeneinander ausgespielt, statt dass man sie nebeneinander leben lässt. Die heutigen Strukturen sollten beibehalten werden. Die Eltern sollen nach wie vor entscheiden dürfen, ob sie ihre Kinder schon mit vier Jahren einschulen wollen oder nicht.

Jetzt wird vorgegaukelt und so getan, als ob die Einschulung von Vierjährigen der grosse pädagogische Durchbruch wäre. Kinder werden nicht nur in der Schule gefördert! Sie lernen auch zuhause von den Eltern und den Spielgefährten. Das sind Lebenswerte, welche eine Schule nicht in diesem Ausmass vermitteln kann. Mit einem Nein zur HarmoS würde nicht alles begraben. Z.B. macht eine Angleichung der Schulübergänge durchaus Sinn oder die Abstimmung der Lehrpläne und Lehrmittel. Mit HarmoS hat man jedoch das Fuder mit Zwangeinschulung und Tagesstrukturen eindeutig überladen. Schon heute bieten die Gemeinden freiwillig Mittagstische und  Tagesbetreuung an. HarmoS wird die Tagesstruktur jedoch vorschreiben und die Kosten, welche nicht absehbar sind, zahlt der Steuerzahler.

Weil HarmoS so wichtige Fragen wie die Familie, Erziehung und Bildungshoheit der Kantone betrifft, soll das Volk über den Beitritt zum Konkordat HarmoS mitreden können. Aus diesem Grund hat die SVP das Referendum ergriffen. Es soll der Zuger Bevölkerung die Möglichkeit bieten, sich zu diesem Thema an der Urne zu äussern. Ich empfehle dem Konkordat HarmoS nicht zuzustimmen.

Anton Stöckli, Zug
Kantonsrat
20. Mai 2009

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