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Die Zuwanderung ist völlig ausser Kontrolle geraten

Die Zuwanderung in unser Land ist völlig ausser Kontrolle geraten. Jahr für Jahr wandern 80’000 Personen mehr in die Schweiz ein als auswandern. Also jedes Jahr eine neue „Stadt Luzern", die mitsamt der gesamten Infrastruktur neu entsteht. Man muss sich das einmal vorstellen! Nur die Bauwirtschaft, die Immobilien-Vermieter und die Immobilien-Händler profitieren leider. Für den Rest der Bevölkerung heisst es: Gürtel enger schnallen, enger zusammenrücken, Platz machen für die "Neuen".

Wie wirkt sich das auf uns alle aus? Das Gedränge in den Verkehrsmitteln und auf der Strasse nimmt jährlich massiv zu. Staus und Verkehrszusammenbrüche sind mehr die Regel als die Ausnahme. Und vor allem – die neuen Einwohner – „die Neuen“ machen uns unsere Arbeitsplätze streitig. Wer als Schweizer nicht top-qualifiziert ist, steht bald auf der Strasse, vor allem die Arbeitnehmer 40+. Ein "Neuer" hat den Arbeitsplatz ergattert, natürlich zu einem tieferen Lohn. Einen Schutz eines seit Jahren Niedergelassenen oder des Schweizers gibt es (richtigerweise) nicht. Wir zahlen einfach den nun benötigten Ausbau der Infrastruktur, als Steuerzahler.

Die Auswirkungen auf unsere Wohnungsmieten sind evident: Wo immer mehr Leute Wohnraum suchen, da schlägt die Gunst der Stunde der Vermieter. Es ist klar – die Mietpreise werden weiter massiv steigen. Viele Zuger und Zugerinnen werden weiter aus dem Kanton Zug verdrängt werden, bald wohl auch aus der übrigen Schweiz. Weitere Konsequenz: der soziale Zusammenhalt, der soziale „Kitt“ nimmt stetig ab.

Der Zuwanderungsdruck hat bereits jetzt bei uns "amerikanische Verhältnisse" geschaffen: Volksgruppen entwickeln sich völlig separat, zunehmend auch in separierten Quartieren. Segretation neu auch bei uns! Noch vor wenigen Jahren nicht nur in Zug völlig undenkbar. Der soziale Zusammenhalt ist eine der Grundvoraussetzungen für eine stabile, prosperierende Gemeinschaft und offene Gesellschaft. Die völlig ausser Kontrolle geratene extreme Zuwanderung untergräbt zunehmend die Eckpfeiler unseres Landes und unserer Stadt.

Unsere Kinder sind ganz besonders die Leidtragenden. Die Schulen werden mit fremdsprachigen Kindern überflutet, welche die Aufmerksamkeit der Lehrer für sich in Anspruch nehmen. Die Schulstunden werden nun hauptsächlich benötigt, um Deutsch zu lernen. Die Schweizer Kinder werden dabei leider vernachlässigt, die Lernziele werden deutlich kaum mehr erreicht. Die Qualität der öffentlichen Schule wird damit massiv schlechter. Reiche Eltern schicken ihre Kinder zunehmend in Privatschulen, eine Zweiklassengesellschaft ist das Resultat der ungebremsten Zuwanderung aus dem Ausland.

Verantwortlich sind diejenigen Politiker, die nicht aufhören zu predigen, die „Wirtschaft“ brauche neue, junge und unverbrauchte Arbeitskräfte. Man könnte noch hinzufügen – die günstiger sind – für den Arbeitgeber wohlverstanden – nicht für die gesamte Gesellschaft – und schon gar nicht für die Gesamtheit der Steuerzahler.

Es wird Zeit, dass wir unser Schicksal wieder selber in die Hand nehmen und selber darüber bestimmen, wer genau in unser Land einwandern darf und wer nicht. Die Zuwanderungsinitiative der SVP ist eingereicht – die Forderung ist klar: Die Zuwanderung muss wieder zwingend kontrolliert werden. Früher ging das auch! Auch die naive Vermutung, dass arbeitslos gewordene Ausländer wieder in ihre Heimat zurückkehren würden, ist schon längst ad absurdum geführt. Das Gegenteil ist der Fall – unsere Sozialwerke werden schamlos ausgeplündert, von Leuten, die gar nie die bezogenen Beiträge einbezahlt haben. Die Zeche bezahlen die Einheimischen.

Wo genau sind die seit Jahren von Bundesrat und Parlament gepriesenen Vorteile, wenn Schweizer und Schweizerinnen ihre Stelle verloren haben, wenn unsere Sozialwerke ausgehöhlt und pleite sind, wenn uns ein Riesengedränge auf den Bahnhöfen und den Strassen einengt und behindert, wenn unsere Lebensqualität weiterhin absinkt und das wirtschaftliche Wachstum deutlich kleiner ist als die jährliche Einwanderung von 1% ? Und  – ich höre nichts von den „ökologischen grünen“ Stimmen. Wer lehnt sich gegen diesen absurden Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen auf?

Verantwortung beginnt mit Ehrlichkeit: Wir müssen die Probleme offen benennen – nur so können Lösungen gesucht werden. Wer dagegen weiterhin reale Probleme schönredet, der handelt verantwortungslos. Verantwortung wahrnehmen heisst eben auch Nein sagen zu können. Ziel ist nicht, möglichst viele Verträge mit der EU abzuschliessen – unser Ziel muss sein, Verträge abzuschliessen die auch uns Schweizern und Schweizerinnen etwas nützen – nämlich Verträge die nicht nur aus Konzessionen der Schweiz an andere bestehen.

Philip C. Brunner, Zug
Kantonsrat

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