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Eine Krise folgt der anderen

Immer häufiger und immer öfter wird uns in den Medien und im Fernsehen von „Krisen“ berichtet. Eine Krise folgt der anderen, sie überlagern sich, und es scheint, wir kämen aus den Krisen gar nicht mehr heraus: Finanzkrise, Covid-Krise, Umweltkrise, Klimakrise, Migrationskrise, EU-Krisengpifel und so fort. – Wem nützt es eigentlich, wenn uns dauernd erzählt wird, wir befänden uns in Krisen?

Ist es möglich, dass es Krisen gibt, die eigentlich gar keine Krisen wären, wenn sie nicht zur Krise gemacht würden? Parallel zum verhängten Krisenmodus werden wir ja zurzeit daran gewöhnt, den Normalzustand mit seinen Abwehrrechten gegen staatliche Übergriffe als besondere Wohltat der Regierenden, und nicht als unser Recht, das uns zufolge der Verfassung, die wir – nicht die Regierenden – uns selber gegeben haben, zusteht, zu empfinden.

Der Krisenmodus mit seinen Auf und Abs kann so durch die Verunsicherung, die er bei vielen hervorruft, als Nährboden dafür dienen, uns nach und nach, regelmässigere und auch stärkere Freiheitsbeschränkungen aufzuoktroyieren, ohne dass wir, verunsichert und geschwächt, noch die Kraft aufbringen, uns als souveräne Bürger gestützt auf gesundes Selbstvertrauen und auf solidem Fundament dagegen zur Wehr zu setzen.

Parallel zur Dauerberieselung mit dem Krisenmodus werden uns angeblich neue Werte vorgesetzt, die es durch die Veränderung von Strukturen für die Zukunft zu sichern gelte. Erdöl ist schlecht, Fleisch ist schlecht, Plastik ist schlecht, die gottgegebene Schöpfung des Menschen als Mann und Frau, die nicht zufällig ist, ist schlecht, Realität ist schlecht, (digitale) Virtualität ist gut, Wahrheit ist schlecht, Relativismus ist gut, Abtreibung ist nicht Mord, sondern ein Frauenrecht, (politisierte) Wissenschaft ist absolut. –

Vielleicht halten wir inne und erinnern uns daran, dass der Politiker „nicht der Arrangeur einer irgendwann kommenden besseren Welt ist, sondern er trägt Verantwortung dafür, dass die Welt heute gut sei, damit sie auch morgen gut sein könne“ (Joseph Ratzinger). In diesem Sinne wünsche ich uns Politiker, die uns nicht zuvorderst als Bausteine einer kommenden besseren Struktur und Zukunft betrachten, sondern die sich für uns als Personen im hier und heute und jetzt einsetzen.

Dr. Manuel Brandenberg
Kantonsrat, Zug

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