Mitmachen
Artikel

Europas New Green Deal – Pleite vorprogammiert

Europa, besser gesagt die EU ist leider seit Jahren auf dem Weg nach unten. Führungslos, ambitionslos, perspektivenlos, ohne Einfluss auf die Vorgänge, die die Welt beschäftigen, dümpelt sie vor sich hin. Der wichtigste und stärkste Partner, die Engländer haben sich verabschiedet; der Wunschkandidat, die Schweiz, will den Balzrufen der EU einfach nicht folgen.

In dieser tristen Ausgangslage kommt die Klimadebatte wie gerufen. Mit dem New Green Deal hat man ein Projekt, mit dem man sich in Brüssel wieder intensiv auseinandersetzen, zig Experten durchfüttern, Kommissionen beschäftigen und dabei erst noch die Welt retten kann. In einem kaum begründeten Grössenwahn will Europa nun das Klima retten und dabei Hunderte von Milliarden einsetzen. Das neu eingesetzte Personal in Brüssel wird sich gedacht haben, dass man damit, wenn man auf der Weltbühne sonst schon links liegen gelassen wird, wieder ernst genommen wird.

Die Wahrscheinlichkeit ist aber gross, dass es zur grossen Pleite kommt! Warum? Der Klimawandel ist eines der komplexesten Themen, das die Menschheit zu lösen hat. Der globale Wohlstandsgewinn, der nicht zuletzt auf die Verwendung von fossilen Brennstoffen zurückzuführen ist, hat zu Problemen geführt, die nun gelöst werden müssen. Dazu gibt es nun verschiedene Rezepte: verbieten, verzichten, reduzieren, kurz gesagt, die Welt und deren Funktionsweise ändern ist das Rezept der Grünen.

Es wird aber nicht funktionieren, bzw. nicht reichen. Der Ersatz fossiler Brennstoffe wird eine enorme Zunahme von Strom bedeuten (Mobilität, Industrieprozesse, Heizungsersatz, aber auch Produktion von Wasserstoff) und diese Zunahme wird nicht im Prozentbereich stattfinden, sondern in Faktoren davon. Der New Green Deal setzt, neben der Umerziehung der Menschen, auf weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie, was aber um Längen nicht reichen wird, um den enormen Strombedarf zu decken.

Der Ausbau geht zu langsam (Beispiel Stromübertragung in Deutschland), ist zu wenig effizient oder braucht mehr Zeit. Nicht zu vergessen ist auch, dass der Ostblock, wie ein grosser Teil der globalen Player, immer noch auf Kohle setzt. Parallel dazu ist aber der Ausstieg aus der Atomkraft besiegelt. Mit dem New Green Deal wird der protestierenden Generation nun aber vorgegaukelt, dass man das Ziel erreichen wird. Verbunden wird dieser Fake Aktivismus mit einer dramatischen Subventionitis, die zu enormen Fehlallokationen führen wird. Verantworten müssen die Klimapopulisten die Fehlleistung dann aber nicht mehr.

Was aber ist der richtige Weg? Ausser Diskussion steht, dass Europa nicht ohne die grossen Player wie USA, China und Indien in die Zukunft gehen kann. Ebenfalls ausser Rang und Traktanden ist der Fakt, dass die Klimawende zur Verdoppelung oder gar Verdreifachung der Energiekosten führen dürfte, denn dann ist die europäische Industrie „tot“, auch wenn fehlende Arbeitsplätze die Klimajugend nicht stört, wie Umfragen ergeben haben. Arbeitsplätze auf sicher zu haben, scheint ein Menschenrecht bzw.gottgeben zu sein!

Wir werden nicht darum herumkommen, technologieoffen zu sein und die vorhandenen Scheuklappen abzulegen, auch wenn das gewissen Kreisen schwerfällt. Der Energiekonzern Rolls-Royce wird ab 2029 sogenannte SMR (Small Modular Reactors) in Betrieb nehmen, die eine Energierevolution auslösen werden, damit aber helfen, die Welt so zu verändern, dass wir die hausgemachten Klimaprobleme damit auch lösen können. Ich weiss, solche Meinungen führen zur sofortigen Ausgrenzung des Botschaftsüberbringers. Aber was gibt es schöneres als unabhängig zu sein und im besten Wissen und Gewissen seine Meinung kundzutun?

Adrian Risi, Kantonsrat SVP

Artikel teilen
Kategorien
#stadt zug
weiterlesen
Website SVP Schweiz
Kontakt
SVP Schweizerische Volkspartei Kanton Zug, Postfach, 6302 Zug
Telefon
079 680 17 44
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden