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Geschwindigkeitsmessungen sollten der Sicherheit dienen, nicht dem finanziellen Zustupf der Kantonskasse!

Ich bin gänzlich kein Gegner von Geschwindigkeitskontrollen. Im Gegenteil. Die Unachtsamkeit von Verkehrsteilnehmer kann schwerwiegenden Folgen haben. Besonders traurig sind Unfälle, in welche Kinder involviert sind. Deshalb ist klar, dass mit Geschwindigkeitsmessungen in Nähe von Schulhäusern und Kindergärten Unfälle verringert und im besten Falle verhindert werden können. So sehe das Ziel aus.

Leider sieht die Realität etwas anders aus. Solche Geschwindigkeitskontrollen trifft man an den verschiedensten Orten an. Wie es aber scheint, fällt die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen an Standorten, an welchen es wirklich notwendig oder gar unerlässlich wäre, eher ernüchternd aus. Kein Wunder, dass uns diese Tatsache sichtlich verwundert hat.  Deshalb haben wir von der SVP Fraktion, den Regierungsrat gebeten, uns Antworten zur Stationierung einer Geschwindigkeitsmessung in Morgarten (Gewerbezone) vom letzten Dezember zu liefern.

Auf die Frage, wieso dieser Standort selektioniert wurde, teilte der zuständige Regierungsrat mit, dass der Standort drei, teilweise unübersichtliche Einmündungen überwacht. Zudem käme es durch die verschiedensten Verkehrsteilnehmer, die von Motorrädern bis hin zu Landwirtschaftsfahrzeugen reichen, zu riskanten Manövern, was letztlich zum Entscheid für den Standort «Morgarten» führte.

Beim Durchlesen der Antwort staunte ich aber nicht schlecht. Am besagten Ort kam es in den letzten fünf Jahren lediglich zu einem Auffahr-, und einem Schleuder- respektive Selbstunfall. Im selben Zeitraum klingelten aber auf der Strasse Richtung Sattel richtig die Kassen. Sage und schreibe 100’880 Franken wurden in den vergangenen fünf Jahren während fünf Messungen eingetrieben. Leider wurde jedoch nur erwähnt, wie viele Messperioden durchgeführt wurden, aber nicht Anzahl Messtage an denen kontrolliert wurde.

Meine Erfahrungswerte zeigen mir aber auf, dass an den verschiedenen Standorten einer Geschwindigkeitsmessung, jeweils etwa eine Woche auf den Blitzer Verlass ist. Rechne ich dies auf den Tag herab, so erhalte ich einen ungefähren Wert von 2’882 Franken pro Tag bei einer Messdauer von 7 Tagen (Total 35 Tage). Angenommen die Messungen gingen nur eine Arbeitswoche, so kommt man auf 4’035 Franken pro Tag (Total 25 Tage)! Auch sichtlich überrascht von der Gegenüberstellung der beiden Summen hat Zentralplus am 20. April geschrieben: «Doch Unfälle scheinen im Industriegebiet Morgarten nicht wirklich an der Tagesordnung zu sein.»

Als Zuger, der täglich geschäftlich im Strassenverkehr unterwegs ist, frage ich mich in welchem Verhältnis die zwei leichten Unfälle zu den über 100’000 Franken erwirtschafteten Bussenerträge stehen. Ist diese Art von Busseneintreiben zielführend? Sollte das Ziel nicht sein die Sicherheit hoch zu halten? Wir werden den Regierungsrat weiter auf Trab halten, um so allfällige «Geldeintreiber» zu ermitteln und danach weiter abzuwägen ob dies der Sinn einer solchen Anlage sein soll.

Hans Küng, Baar
Kantonsrat SVP

Kleine Anfrage der SVP Kanton Zug
https://kr-geschaefte.zug.ch/gast/geschaefte/2048

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