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HarmoS – ein Wort das täuscht

Hört man HarmoS, ist man versucht, an ein grosses Orchester zu denken, aus dem aus vielen Instrumenten vielfarbige Musik in Harmonie erklingt. Aber das Funktionärs-Konstrukt HarmoS täuscht und verursacht, würde es verwirklicht, nur eintöniger Lärm.

Dass SP, Grüne und Alternative in ihrer gleichmacherischen Staatsgläubigkeit HarmoS befürworten, kann man verstehen. Mit dem Schlagwort undefinierter Chancengleichheit nimmt man ein Abgleiten in ein tieferes Niveau in Kauf. Talent und insbesondere Leistung werden nicht geschätzt. Die sinkende Qualität der Volksschule wird den privaten Schulen vermehrt Schülerinnen und Schüler zuführen. Die Befürworter von HarmoS nehmen also in Kauf, dass sich die unvermeidliche Kluft zwischen weniger gut Ausgebildeten und sehr gut Ausgebildeten noch mehr öffnet.

Geschaffen wurde HarmoS im Schoss der Erziehungsdirektorenkonferenz von einer grossen Zahl realitätsfremder Technokraten. Wer käme sonst auf die Idee, statt des Kindergartens den Vierjährigen Einschulung mit Hochdeutschpflicht zu verordnen und allein Funktionäre und Therapeuten ohne entscheidendes Wort der Eltern über die Schulreife ihrer Kinder befinden zu lassen?  Die Eltern werden ausgeschlossen, den Kindern wird die Kindheit geraubt.

Zum Schluss mögen Sie Überlegungen des Pädagogen Urs Willi, veröffentlicht in einem Leserbrief im „Bote der Urschweiz“ zum Nachdenken bringen. Er schreibt: „Pisa, Bologna, HarmoS, Zertifizierung, Q-Gruppen – Hohlräume, in denen die Ideenlosigkeit grassiert, in denen individuelles Engagement erstickt, in denen pädagogische Griffe erlahmen. Die Nivellierung löst das Individuum ab, Programme machen die Inspiration unnötig, Lehrpläne nehmen Platz der Begabungen ein, und die Pädagogik mutiert zur Infodressur. Das Gespenst, der Vampir, der den Kindern, den Lehrpersonen, dem Schulgeist und der Pädagogik das Blut aus den Adern saugt, heisst Programm, Bürokratie, Management. Und HarmoS ist seine Legitimierung.“  Wollen Sie das wirklich? Dann sagen Sie NEIN zu HarmoS.

Caroline Furrer, Hünenberg
6. September 2009

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