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HarmoS ist nicht so harmlos !

Die meisten Eltern begrüssen eine einheitliche Schulbildung bezüglich Schuleintritt und Lehrstoff. Für den zu vermittelnden Lehrstoff gibt es heute den Bildungsrat. Dessen Aufgabe ist es einheitliche Lehrpläne und den Lehrstoff für die einzelnen Bildungsjahre festzulegen. Für die Grundschule muss das Rad nicht neu erfunden werden; denn eine Schulausbildung in der Grundstufe gibt es schon über 70 Jahre. Zu dieser Zeit gab es grössere Schulklassen und die Schweiz war weltweit bekannt für gute Handwerker und Ingenieure. Dies beweist, dass das damalige Schulsystem nicht schlecht war!

Neu müssten lediglich für die jeweilige Sprachregion (statt Gemeinde) die Lehrmittel (aus den vorhandenen Lehrmitteln) bestimmt und einheitliche Lehrpläne geschaffen werden. Um dies erzielen zu können braucht es nicht den kantonalen Bildungsrat sondern, Delegierte (Abgeordnete der Kantone aus der jeweiligen Sprachregion) zum Beispiel Rektoren welche am Puls des Geschehens sind. Die bereits vorhandenen Grundlagen sind zu  sichten und zu bestimmen was für die Sprachregion tauglich, angeschafft und umgesetzt werden muss. Die Rektoren wären dann auch Verantwortlich dafür, dass das System richtig funktioniert. Dies wäre nicht nur besser und effizienter – auch kostengünstiger als das heutige System.

Was es braucht, ist von den Delegierten verbindlich festzuhalten, dass einheitliche Unterlagen vorhanden sind und einheitlich unterrichtet werden kann. Das heisst, es muss von den Umsetzungsverantwortlichen, vertraglich festgehalten werden was das Bildungsziel der jeweiligen Klasse sein muss. Diese Unterlage ist so zu definieren, dass auch die Eltern diese Ziele verstehen. Diese Unterlage ist jeweils zu Schulbeginn den Eltern und Kindern abzugeben. Die Kinder müssen bezüglich ihrer schulischen Grundaufgaben Rechnen, Schreiben usw. von der Schule wie von den Eltern motiviert und gefördert werden, so dass sie sich später selber helfen können. Die Vorgaben müssen vergleich- und kontrollierbar sein! Die Erziehung des Schülers ist primär Aufgabe der Eltern. Die Schule hat die Eltern diesbezüglich zu orientieren,  zu unterstützen oder zu ermahnen.

Was leider bei der Information nicht erwähnt wurde, ist dass die Verantwortung für die Umsetzung den Delegierten und aktiven Rektoren überbunden werden muss. Die verantwortlichen Lehrpersonen müssen wieder den Status einer „Persönlichkeit“ erlangen. Das heisst, die Bildung darf nicht in einem Konkordat festgelegt werden; denn bei einem Konkordat bestimmen Personen welche für ihr tun nicht persönlich belangt (oder vom Volk gewählt) werden können. Die Stimmbürger haben beim Konkordat in Sachen Schule nichts mehr zu sagen – nur noch zu bezahlen was das Konkordat bestimmt! Und die Lehrer werden zusehends frustrierter weil sie nur noch Befehlsempfänger sind.

Wenn sie die Grundlagen bezüglich HarmoS genau lesen, werden Sie erkennen, dass es bei HarmoS nicht primär um die gleiche Ausbildung in einer Sprachregion geht. Es geht um die Verschiebung der Schulhoheit von den Kantonen auf nicht-demokratisch gewählte Gremien (EDK) verbunden mit der de facto Abschaffung der demokratischen Mitsprache in Bildungsangelegenheiten und insgesamt die undeklarierte Ausrichtung des Bildungswesens auf die globalen Märkte. Sowie Bildung und Erziehung durch den Staat analog den Schulsystemen im Osten! Das bedeutet eine zunehmende Verstaatlichung der Erziehung zu lasten der Erziehungsberechtigung der Eltern

Bei den laufenden Informationen durch die Schulbehörde, bezüglich HarmoS, wird bewusst darauf hingewiesen, dass HarmoS nur die Eckpunkte festlegt – die Ausführung aber weiterhin bei den Kantonen ist. Bezüglich der Verschiebung der Kompetenzen – weg von der elterlichen Erziehung –  wird nichts gesagt!

René Bär, Cham
20. Februar 2009

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