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HarmoS versus Bundesverfassung

Mit der  Verfassungsgrundlage (Harmonisierungsauftrag, Art. 62, Abs. 2) kann zweifellos eine Harmonisierung  abgeleitet werden in Bezug auf Obligatorium, Unentgeltlichkeit der Grundschule, Eintrittsalter, Schulpflicht, Schuldauer, Schulzielen, Schulübergängen, Schulabschlüssen und Schuljahresbeginn.  Es ist durchaus berechtigt, auch einheitliche Lehrmittel und gesamtschweizerische Lehrpläne zu verlangen. Aber man kann den Brei auch verderben, wenn man den Harmonisierungsauftrag überlädt und er dadurch überhaupt nicht realisierbar gemacht werden kann. Hüben und drüben wird am Bildungswesen rumgeschraubt und laufend neue Verordnungen erlassen, so dass dereinst keiner mehr weiss, was richtig ist. Eine Harmonisierung ist zwar vernünftig, aber nicht so, wie es die HarmoS-Befürworter vorlegen. Es kann nicht sein, dass die generelle Schulpflicht mit vier Jahren beginnt. Es darf nicht sein, dass die generelle Hochdeutsch-Pflicht ab vier Jahren verlangt wird. Es ist unnötig, dass jede Schulgemeinde, egal ob Stadt oder Bergdorf, zur obligatorischen Einrichtung von Ganztagesstrukturen (Mo – Fr  07:00-18:00) verpflichtet werden. Es ist eine Beleidigung für die Eltern, dass die Verantwortung der Kindererziehung von den Eltern an den Staat übertragen wird. Und zudem will HarmoS die staatlichen Bildungsfunktionäre dazu berechtigen, alleine, ohne Mitspracherecht von Stimmbürgern und Eltern, über weitere Fragen der Volksschule zu entscheiden. Und zu guter Letzt müssen Kantone „Kurse“ in heimatlicher Sprache und Kultur für Schüler mit Migrationshintergrund anbieten. Wobei heimatlich nicht etwas auf die Schweiz bezogen wird, sondern auf die diversen Heimatländer der Migranten.

Es ist an der Zeit aufzuwachen. Viel zu lange sind wir auf ideologische Gehirnwäsche von Freiheit und Toleranz und Antidiskriminierung hereingefallen und haben geglaubt, dass Änderungen zwingend notwendig seien. Erziehung ist Aufgabe der Eltern – Ausbildung jene der Schule.  Deshalb empfehle ich ein NEIN zu HarmoS.

Caroline Furrer, Dipl. Pädagogin, Hünenberg
12. September 2009

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