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KONTRA Schulpavillons

Nur wer die Abstimmungs-Broschüre kritisch unter die Lupe nimmt merkt, dass es bei dieser Vorlage gar nicht um „Schulzimmer“ oder „Schulraum“ geht. Unter „Schulzimmer“ versteht man landläufig nämlich Räume, in welchen „Unterricht“ abgehalten wird.

Im Schulhaus Letzi ist nur gerade einmal ein Sechstel der Fläche für ein eigentliches „Schulzimmer“ reserviert. Der Rest sind Büros, Lehrerzimmer, Sitzungszimmer und dergleichen. Also ein regelrechtes Büro-Gebäude. Unter anderem für die sich stark vermehrenden Schul-Therapeuten. In der Riedmatt sogar gar kein Schulzimmer. Auch in der Herti lässt sich auf dem Grundriss kein einziges Schulzimmer entdecken! Ja, wie sieht es dann in Oberwil aus? Auch hier: Kein Schulzimmer. Sogar zwei Zimmer, die mit „Ruheraum“ angeschrieben sind. Schlafzimmer für übermüdete Kinder?

Uns ein solches Vorhaben als „Schulprojekt“ „unterzujubeln“, grenzt an beabsichtigte Irreführung der Stimmbürger und Stimmbürgerinnen. Fazit: Es geht in diesem Antrag nicht um die Schaffung von zusätzlichen Klassen-Schulzimmern, wie dies der vom Stadtrat kürzlich erstellte „Gesamtbericht Schulraumplanung“ eigentlich verlangt!

Es geht vielmehr um Freizeit- und Vergnügungs-Räume. Vernachlässigt wird dabei der Primär-Auftrag der Schule. Die Schule würde sich besser auf ihre ureigene Aufgabe beschränken, nämlich den Kindern einen hochstehend-leistungsorientierten Unterricht zu erteilen. Es kann auf gar keinen Fall angehen, die Schule zu einem allumfassenden Freizeit- und Unterhaltungs-Betrieb auszubauen, wie dies hier beantragt wird. Der Staat ist nicht für die Freizeitbetreuung der Kinder zuständig und schon gar nicht verantwortlich. Es ist sogar geradezu unverantwortlich, der Schule so ein neues Betätigungsfeld anzuhängen. Weniger wäre mehr, weniger ist mehr.

Die Freizeitbetreuung der Kinder ist selbstverständlich Sache der Eltern. Und zwar ausschliesslich. Wenn die Eltern beschliessen, ihre Kinder während der Freizeit extern betreuen zu lassen, können sie dies selbstverständlich tun. Das heisst aber noch lange nicht, dass dies dann plötzlich zu einer weiteren Staatsaufgabe wird.  Von den jährlich zu erwartenden Betriebskosten spricht übrigens wohlweislich gar niemand. Diese Personal- und Betriebs-Folgekosten sind beträchtlich, sie werden in der Abstimmungs-Broschüre „vorsorglich“ ausgeblendet.

Die SVP ist selbstverständlich dann für den Bau von zusätzlichen Klassen-Schulzimmern, wenn der Bedarf ausgewiesen ist und das grosse Optimierungs-Potential, wie beispielsweise die Ausnützung der maximal zulässigen Klassengrössen, endlich ausgeschöpft würde (wie von der SVP beantragt). Wir sind aber strikt gegen die hier beabsichtigte links-ideologische Umfunktionierung der Schule in einen Unterhaltungs-Betrieb und lehnen solche „Mogelpackungen“ dezidiert ab.

Willi Vollenweider, SVP Zug
Mitglied GGR, BPK und Kantonsschul-Kommission, Schulleiter Erwachsenenbildung

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