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Konzentrieren wir uns auf das, was die Schweiz stark gemacht hat

Der Nationalfeiertag, der 1. August, liegt zwei Tage zurück. Anlass genug für mich, kurz inne zu halten. Gelegenheit auch, mir einige Gedanken zu gesellschafspolitischen Fragen zu machen, die nicht nur unseren Kanton, sondern unsere Nation in letzter Zeit prägten.

Erstaunt und befremdet stelle ich fest, dass vieles, was Politik und Gesellschaft derzeit umtreibt, wenig bis nichts damit zu tun hat, wie wir die Schweiz als Wirtschaftsstandort stärken können. Unser Land zählt weltweit zu den wohlhabendsten und politisch stabilsten Staaten. Und das hängt auch damit zusammen, dass es uns gelungen ist, Vermögenswerte zu erarbeiten, die über viele Kanäle umverteilt, am Ende allen zu Gute kommen.

Ob das auch in Zukunft noch der Fall sein wird, scheint mir angesichts folgender Entwicklungen fraglich. Für niemanden blieben sie in den vergangenen Monaten unbemerkt, die klimabewegte Jugend, die sich in den Innenstädten lauthals bemerkbar machte. Im Zusammenhang der der CO2-Thematik fordern viele Junge einen radikalen Wandel, gesellschaftlich wie wirtschaftlich. Im Zuge der Energiestrategie 2050 will auch die offizielle Schweiz künftig auf Atomenergie verzichten. Stand heute, wird es aber nie und nimmer gelingen, den ausfallenden Atomstrom mit erneuerbarer Energie zu ersetzten. Folglich werden wir auf Importe angewiesen sein. Wir erhöhen damit die Abhängigkeit von anderen Staaten und werden so erpressbarer. Jüngste Erhebungen zeigen auch, dass die Schweizerinnen und Schweizer junge wie alte wenig davon halten, auf Flugreisen zu verzichten; Flugscham bleibt also einzig ein Begriff der Medien. Nur wenige sind bereit auf Billigwaren, beispielsweise Kleider, produziert in Fernost, zu verzichten. Was bedeutet das? Mehr Verbote und staatlich verfügte Einschränkungen? Dagegen werde ich mich als Politiker wehren. Die Schweiz muss ihren Fokus darauf richten, im Kampf gegen den C02-Ausstoss technische Lösungen zu erarbeiten. Dafür haben wir top Voraussetzung. Um nur ein Beispiel zu nennen: Mit der ETH in Zürich verfügt unser Land im Bereich Naturwissenschaften und Ingenieurwesen über eine der besten Universitäten im globalen Vergleich.

Für viel Wirbel sorgte jüngst auch der Frauenstreiktag. Im Fokus stand dabei unter anderem gleiches Rentenalter für Männer und Frauen. Vor allem unter Letzteren finden sich noch immer viele, die das Rentenalter 65 für beide Geschlechter vehement bekämpfen. Sie nehmen damit in Kauf, dass auch deswegen die Finanzierungslücke in der AHV künftig ins Unermesslich steigt. Rund um den Streik war die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern ebenso prominent traktandiert. Ich als Unternehmer kann dazu nur feststellen, dass hierzulande kein vernünftiger Arbeitgeber Frauen bewusst schlechter entlöhnt. In der Wirtschaft zählt das Primat der Leistung. Das gilt für Männer und Frauen in gleichem Masse. Ich ermuntere die Frauen dazu, sich diesem Wettbewerb in Zukunft zu stellen, nicht zu „klönen“, sondern zu machen!

Was mir auch zu denken gibt, ist die angeblich zu tiefe Maturitätsquote in der Schweiz. Mit der Anhebung dieser Quote, auch im Kanton Zug, verbinden sich zwei grosse Probleme. Zum einen „produzieren“ wir Akademiker, die schon heute keine Jobs mehr finden. Zudem konkurrenzieren wir diejenigen Betriebe, die darauf angewiesen sind, Lehrlinge auszubilden. Wir gefährden damit das so bewährte duale Bildungssystem, ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Wirtschaft und des Schweizer Bildungssystems. Es gilt diesen gesellschaftlichen Trend mit allen Mitteln zu drehen, aber auch das duale Bildungssystem nicht von sogenannten Experten schlecht reden lassen; ein eigenständiger Weg als unabhängiger Staat ist diesbezüglich der einzige Weg.
In diesem Sinne bin ich, ein wirklicher Optimist, skeptischer als auch schon und rufe alle dazu auf, sich in Zukunft wieder auf das zu konzentrieren, was die Schweiz stark gemacht hat und nicht auf „Showkämpfe“, gesteuert von ein paar verantwortungslosen Illusionisten, bewirtschaftet durch deren willfährigen Zudiener aus der Medienwelt.

Adrian Risi, Zug
Unternehmer und Kantonsrat SVP

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