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Littering

Heute Morgen war ich joggen. Auf meiner Hausstrecke in Cham entlang der Autobahn. Kurz vor der Wildtierbrücke am Waldrand sah ich sie, die Sauerei. Die dortige Bank war übersät mit Dosen, Flaschen und leeren Lebensmittelverpackungen. Ich bin weitergerannt und habe mir Gedanken gemacht.

Wer macht das und warum? Wer sitzt in der Natur auf einer Bank und hinterlässt seinen Müll? Sind es die jungen Leute, oder sind es die Erwachsenen, denen alles egal ist? Was kann man dagegen unternehmen? Kann man überhaupt etwas machen? Klar, es gibt ein Littering Gesetz, aber um zu büssen müsste man ja den oder die Schuldigen kennen. Mich jedenfalls hat das ziemlich geärgert. So geärgert, dass ich später zu Hause den Fotoapparat genommen habe, und wieder zurück gegangen bin, um diese Sauerei festzuhalten.

Dort angekommen, bin ich auf zwei mir bekannte Landwirte gestossen. Beim gemeinsamen Betrachten der grässlichen Hinterlassenschaften auf der Bank ist uns aufgefallen, dass dies nicht die Überreste einer nächtlichen Party oder ähnlichem sein konnten, sondern dass es sich eher um eine Art Ausstellung von Abfall handelte, welcher jemand wahrscheinlich in der unmittelbaren Umgebung gefunden hatte und so zur Schau gestellt hat. Quasi als Mahnmal.

Littering ist nicht nur im Sommer auf der Rössliwiese ein Problem, sondern während dem ganzen Jahr und überall. Wir sind zu einer Wegwerfgesellschaft geworden. Ich habe mit den beiden Bauern darüber diskutiert. Beide meinten, dass sie immer wieder irgendwelchen Unrat bei ihnen im Gras finden. Ich kann das bezeugen, denn mein Mann ist auch Landwirt und ich habe selber schon etlichen Abfall im Heu gefunden. Leider sind sich die Wegwerfer nicht bewusst, was sie alles auslösen können zum Beispiel mit einer weggeworfenen Colabüchse.

Ich habe zu diesem Thema recherchiert und zitiere aus der Aargauer Zeitung: «Erst vor wenigen Tagen musste in Bottenwil wieder ein junges Rind notgeschlachtet werden, weil es Futter frass, das mit Alusplittern versehen war. Das Tier erlitt innere Blutungen.» Doch es bleibt immer noch die Frage, was kann man tun? Es braucht Eigenverantwortung und Umweltbewusstsein. Darum bringe ich meinen Kindern das bei, was ich schon von meinen Eltern gelernt habe.

Der Güsel gehört in einen Abfalleimer oder in die Hosentasche, wenn kein solcher in der Nähe ist. Man wirft auch keine Aludosen aus dem Autofenster oder sonst wohin. Stellen sie sich vor, wie schön das wäre, wenn nirgends Müll am Boden liegen würde. Träumen darf man und etwas tun dafür kann man auch. Bei den kleinen Dingen fängt es an. Geschätzte Leserinnen und Leser ich wünsche ihnen ein schönes und sauberes neues Jahr.

Brigitte Wenzin Widmer
Kantonsrätin SVP, Cham

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