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Manuela Weichelt: Ziehen Sie die Konsequenzen oder sitzen Sie es aus?

Die Zeitungsberichte bezüglich der Amtsführung von alt Regierungsrätin Weichelt und die Handhabung von Kantonsratsbeschlüssen in der Zuger Zeitung vom 23. und 25. September sind erschreckend.

Zuerst jedoch ein paar Fakten und Aussagen: Manuela Weichelt belobigt sich auf Ihrer Web-Seite mit den Attributen: Ehrlich, verantwortungsbewusst, macht niemandem ein X für ein U vor, wahrheitsliebend usw. «Verantwortung übernehmen» bedeutet dafür zu sorgen, dass innerhalb eines bestimmten Rahmens (bspw. im Rahmen eines Kantonsratsbeschlusses) das jeweils Notwendige und Richtige getan wird, damit kein Schaden entsteht. Es heisst aber auch für etwas Geschehenes einzustehen und sich zu verantworten.

Solange es gut geht und rund läuft, ist es einfach. Passieren aber schwere Fehler, dann heisst es Verantwortung übernehmen. Wie es im Wort enthalten ist, werden Antworten erwartet. Nachfolgend einige Zitate aus erwähnten Zeitungsberichten: «Ein Debakel erster Güte», «Empörung», «Vertuschung», «Charakterschwäche», «Verantwortung abschieben», «falsche Aussagen», «Fehler kaschieren». Insgesamt wahrlich ein vernichtendes Urteil und eine in Frage gestellte «weicheltsche» Geschäftsführung.

Das Parlament übt aber ausser der Gesetzgebung auch die Kontrolle über die Regierung aus. Die Zahlen mag man rechnen wie man will, es dreht sich um max. Fr. 100’000.-/Jahr. Für den Steuerzahler ein beachtlicher Betrag. Im kantonalen Budget hingegen mit einem Aufwand von Fr. 1.5 Mia. nicht einmal 0.1 Promille. Es ist grundsätzlich positiv und lobenswert, wenn Sparanstrengungen gemacht werden. Diese sollten jedoch Sinn machen und nicht um des Sparens-Willens Schäden hinterlassen. Wenn man sich überlegt, wie viel Geld bspw. der Kanton Zug und dazu noch die einzelnen Gemeinden jährlich für die Auslandhilfe ausgibt, ist es schockierend, dass bei der – bereits kostengünstigen – Ausbildung von Forstleuten nochmals gespart werden soll. Eine Investition in die Ausbildung von Fachleuten lohnt sich auf jeden Fall. Unsere Forstleute machen allesamt einen «super Job» und statt einige zehntausend Franken einsparen zu wollen, würde man gescheiter diesen hart arbeitenden Leuten einen Dankesbrief zustellen: «Danke für Euer Engagement und die Pflege unseres Naherholungsraumes. Herzlichen Dank an unsere Forstleute!»

Sehr geehrte Frau Weichelt, haben Sie nicht auch den Eindruck, dass Sie nach all den Fakten und Vorwürfen Verantwortung übernehmen sollten? Bitte ziehen Sie die Konsequenzen, denn es wird wohl niemand verstehen, dass Sie dieses «Debakel» einfach aussitzen wollen.

Felix Zweifel, Baar

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