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Subito runter von der „Utopia“!

Kürzlich habe ich eine Rede von Franz-Josef Strauss aus dem Jahr 1986 gesehen. Anlässlich eines Parteitages der CSU sagte er wörtlich: «Bleiben wir auf dem Boden trockener, spröder, notfalls langweiliger, bürgerlicher Vernunft und ihren Tugenden oder steigen wir in das bunt geschmückte Narrenschiff „Utopia“ ein, in dem dann ein Grüner und ein Roter die Rollen der Faschingskommandanten übernehmen würden?»

Freilich, das war vor vielen Jahren in Bayern, dort wo mit härteren Bandagen politisiert wird als hierzulande. Doch heute, 35 Jahre später, ist dieses Szenario 2021 eingetroffen: Das Schiff Utopia hat abgelegt. Auf der Kommandobrücke stehen vermeintlich bürgerliche Offiziere aus CVP und FDP. Doch die schlauen Roten und Grünen haben die Position der Navigationsoffiziere übernommen.

Geschickt geben sie dem naiven Kapitän den Kurs und neue Seerouten vor. Der behäbige Kapitän, wohlgenährt, vom Wohlstand gezeichnet übernimmt den neuen Schiffskurs dankend. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Parteien, die jahrzehntelang mit bürgerlichen Tugenden politisiert haben, derart vom versprochenen Kurs abgedriftet sind. Dass sie den erfolgreichen bürgerlichen Kurs verlassen haben, zeigt sich an verschiedenen Umständen.

Die politische Mitte-Links Mehrheit im Bundesrat hat sich beispielsweise in der aktuellen Pandemie von vielen freiheitlichen und eigenverantwortlichen Prinzipien verabschiedet. Es werden Gewerbebetriebe geschlossen, die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Gleichzeitig werden Milliarden ausbezahlt, womit wir unsere Jugend auf Jahrzehnte hinaus tief verschulden.

Gleichzeitig werden gesellschaftliche Verwerfungen und seelische Erkrankungen in Kauf genommen. Das reicht noch nicht, das Parlament von Links bis und mit der FDP beschliesst ein teures C02-Gesetz, dass das bereits durch die aktuelle Pandemie geschundene Gewerbe weiter finanziell belastet.

An anderer Stelle fordert die CVP im Kanton Zug Zonen, in welchen nur noch Elektroautos fahren dürfen. Die FDP Stadtpartei fordert sofortigen preisgünstigen Wohnungsbau, auf Basis linker Rezepte, die 2017 in einer Volksabstimmung deutlich abgelehnt wurden. Utopia ist wahr geworden, wir schaffen uns selbst ab! Wir wärmen sozialistische Rezepte mit orangem und blauem Anstrich auf. Derweil wächst der Staat, wachsen Gebühren und Abgaben und unsere persönliche Freiheit nimmt gleichzeitig exponentiell ab.

Wir müssen wir wieder zurück auf den Boden trockener, spröder, notfalls bürgerlicher Vernunft und ihren Tugenden finden. Die Utopia sollten wir am Landsgemeindeplatz ankern, das Schiff subito verlassen und als Mahnmal stehen lassen. Sie soll uns daran erinnern, was uns erfolgreich und stark gemacht hat: Nämlich das Leistungsprinzip, welche uns durch Arbeit sozialen Wohlstand brachte. Genau darum ist bürgerliche Politik langweilig.

Sie fordert und verlangt Leistung. Sie will, dass Eigenverantwortung wahrgenommen wird. Im aktuellen Zeitgeist zwar unsexy, aber richtig und alternativlos. Weil irgendwann wird immer abgerechnet. Das haben wir auf jeder Shoppingtour mit der Kreditkarte gelernt. Die Abrechnung folgt immer und das unbeschwerte Gefühl weicht. Sie sehen, mich beschäftigt die aktuelle politische Situation sehr.

Noch ist keine Kurskorrektur erfolgt. Dazu braucht es alle, vor allem an der Urne. Bei der Wahl von bürgerlichen Originalen und bei Abstimmungen über linke Vorlagen. Eine nächste Gelegenheit bietet sich an am 13. Juni bei der Abstimmung über das unnütze CO2-Gesetz.

Gregor R. Bruhin
Gemeinderat und Präsident SVP Stadt Zug

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