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Unnötig, schmutzig, schmutziger … nur noch enttäuschend!

Replik zum Artikel in der Zuger Zeitung vom 21.7.2021: «Altes Bahnhöfli»: Hätte Heinz Tännler in den Ausstand treten müssen?

Mit grossem Erstaunen habe ich heute den neuesten Artikel zum Verkauf des Alten Bahnhöfli in Oberägeri im sommerlichen Nachrichtenloch gelesen. Krampfhaft und aktiv wird dabei in unredlicher Weise versucht, den Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler in den Fokus dieser gemeindlichen Affäre zu ziehen. Dies, nachdem vor mehr als zwei Jahren eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Gemeinderat von Oberägeri von der unterlegenen Firma bei der Zuger Regierung eingereicht wurde.

Vom Reporter Küttel wird im Artikel nun die Frage gestellt, ob es in Oberägeri bei diesem Geschäft Absprachen, Seilschaften und Korruption gegeben habe? Nein, sagte dazu nach anderthalbjähriger Untersuchung die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug und der Regierungsrat trat 2019 gar nicht auf die Beschwerde ein. Wer nun meint die Angelegenheit sei endgültig abgeschlossen täuscht sich.

Jetzt wird perfide auf Regierungsrat Heinz Tännler gezielt – der mit diesem Verkauf nichts aber auch gar nichts zu tun hat, ganz im Gegensatz zum Gemeinderat von Oberägeri, der das Geschäft vor der dortigen Gemeindeversammlung öffentlich vertreten hat. Es gilt dabei die Unschuldsvermutung.

Pro Memoria: Rechtsanwalt Heinz Tännler wurde im Herbst Jahre 2006 in den Zuger Regierungsrat gewählt. Von 2007 bis 2014 war er der wohl erfolgreichste Baudirektor der letzten drei Jahrzehnte und erarbeitete Projekte, welche heute, viele Jahre später immer noch hochaktuell sind, darunter bedeutende Strassen-und Hochbauprojekte, wichtige Umweltprojekte, vielfältige raumplanerische Herausforderungen etc. Das kann jeder politisch Interessierte bestätigen.

Nachdem sich die kantonalen Finanzen in einem historisch katastrophalen Abwärtstrend befanden (minus 140 Mio. im Jahre 2014), übernahm er diese Direktion ab 2016 von seinem in den Ständerat gewählten Vorgänger. Aber nicht nur die Zuger Finanzen waren in einem desolaten Zustand, sondern auch das Amt für Informatik und Organisation (AIO) hatte gerade bei der Einführung eines neuen IT-Programmes (Einwohnerkontrolle ISOV) rund 3,5 Mio. in den Sand gesetzt.

Der Kantonsrat verlangte vom Regierungsrat eine totale Reorganisation und neue IT-Strategie mit den Zuger Gemeinden. So wie bei der Baudirektion mit den zahlreichen „Baustellen“ im übertragenen Sinn, nämlich Herausforderungen zu Hauf, welche seine Vorgänger dem Kanton mit Kostenfolgen eingebrockt hatten, so reorganisierte und ordnete der heutige Finanzdirektor Heinz Tännler die Dinge neu und brachte sie auf den heutigen Erfolgskurs.

Es dürfte unbestritten sein, dass der Finanzdirektor die letzten eineinhalb Corona-Jahre in vielfältiger Hinsicht erfolgreich bewältigt hat, jedenfalls hat es hier mit den Härtefallgeldern viel besser geklappt als andernorts. Dass Heinz Tännler sich als Ständerat in Bern zum Wohle von uns Zugerinnen und Zugern eingesetzt hätte ist wohl ebenfalls unbestritten, nachdem ihm das fast Unmögliche als Finanzdirektor gelungen war, nämlich die zahlreichen Nehmerkantone dazu zu bewegen ihre masslosen Forderungen an die Geberkantone zu mässigen und auf den ersten NFA-Kompromiss nach der Einführung (ab 2009) einzutreten.

Trotzdem zahlt Zug im Jahre 2021 CHF 330,3 Mio. und sagenhafte CHF 2’600.- pro Kopf in diesen Solidaritätstopf. Viele National-und Ständeratskandidaten haben ähnliches versprochen, erreicht hat niemand nur das Geringste. Alleine mit diesem kaum beachteten Erfolg konnte der Kanton in den letzten drei Jahren Dutzende von Mio. Steuergeld einsparen, die jetzt viel sinnvoller ausgegeben werden können.

Dass die Zuger Zeitung nun im Sommerloch 2021 einen unnötigen „Fall“ gegen Tännler zu konstruieren versucht erstaunt mich doch sehr. Geht man von den Recherchen des Artikels aus, nämlich dass Tännler vor bald 19 Jahren zuletzt eine Beurkundung für die involvierte Gesellschaft vornahm, dann ist das doch eine üble und höchst unfaire Verdächtigung .

Dass die Zuger Zeitung, welche sich generell gegenüber den Exekutiven meist wohlwollend korrekt, zahm und zurückhaltend äussert, nun das Schwert gegen einen Unbeteiligten ergreift, überrascht und enttäuscht. Chefredaktion und Journalisten der Zuger Zeitung sind gebeten bei den teilweisen oberschwachen Leistungen einzelner Verantwortungsträger im Kanton Zug doch noch vor den nächsten Wahlen genauer hinzuschauen und vertieft zu recherchieren und nicht spekulative Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen. Sie sind so abstrus, wie der Verdacht aufgrund der Zugehörigkeit zu irgendeinem Wahlkomitee sei man automatisch ein „korrupter“ Geldgeber des jeweiligen Kandidaten.

Philip C. Brunner
Fraktionspräsident SVP, Zug

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