Verrechnungssteuerreform – Gesunder Menschenverstand sagt Ja!
Gesunder Menschenverstand genügt, um die Vorteile für die Schweiz zu sehen. Nur die Linke will es nicht wahrhaben, obwohl sich in deren Parteien viele Oekonomen und Volkswirtschafterinnen finden, die es mit Sicherheit besser wissen.

Eine Zwängerei, nur weil es sich um eine bürgerlich geprägte Vorlage handelt. Dies ist Blockadepolitik, die das Land nicht weiterbringt. Seit Jahren werden Finanzvorlagen mit billigem Populismus gebodigt, die der kommenden Generation noch schwer zu schaffen machen werden – die ebenfalls von links zum Abschuss freigegebene AHV-Reform lässt grüssen. Wenn es unserem Land nicht gelingt, wettbewerbsfähig zu bleiben, werden die anderen uns überholen.
Zurück zur Vorlage: Ein wichtiger Punkt geht gerne verloren – es ist nur eine Sicherungssteuer, die gewährleistet, dass in der Schweiz Steuerpflichtige die Zinseinnahmen korrekt versteuern. Ausländische Investoren sind bei uns jedoch nicht steuerpflichtig – warum knöpft man ihnen trotzdem 35% ihres Zinseinkommens ab?
Die Rückforderung ist mühsam und erfolgt oft nur teilweise. Keines der grossen Länder kennt eine Verrechnungssteuer auf ihren Staats- und Firmenanleihen. Die Schweiz schon – zu ihrem eigenen Schaden. Jede Hürde, die ausländische Anleger beim Investieren in unserem Land antreffen, vermindert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Und damit auch die Linken verstehen, wie die Vorlage funktioniert, hat sich unsere Regierung für eine bescheidene Reform entschieden, die nur 5% des gesamten Verrechnungssteuerkuchens betrifft!
Es ist eine einfache Vorlage mit wenig Risiko für die Bundeskasse. Deshalb «Ja», um einen alten Zopf endlich abzuschneiden und der Schweiz einen Wettbewerbsnachteil zu ersparen!
René Gretener, Zug

