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„Visier auf – mit mehr Offenheit und Gemeinsinn vorwärts zum Erfolg!“

Moderne, gut funktionierende Infrastrukturen sind Schlüsselfaktoren für die Standortqualität  einer Region. Vor allem die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen und privaten Verkehr entscheidet nachhaltig darüber, ob ein Ort als attraktiv eingestuft wird oder eben nicht. Im Kanton Zug ist diesem Aspekt über Jahrzehnte hinweg leider zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Mit dem Ergebnis, dass der motorisierte Individualverkehr bei uns kantonal mittlerweile Staukosten von CHF 50 Mio. pro Jahr generiert. Zum Glück ist nun in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten, was den Ausbau der Mobilitätsstrukturen betrifft. Die Stadtbahn ist die eine Erfolgsgeschichte, der wiederbelebte Kantonsstrassenbau die andere.

Beim kantonalen Strassenbau ist die Deblockierung vor allem darauf zurückzuführen, dass der Kanton alle Gemeinden zunehmend in seine Planungen einbezogen hat. Dadurch konnte viel an Akzeptanz gewonnen werden. Vor allem im Raum Zug – Baar ist auf diese Weise ein Strassensystem entwickelt worden, das dank der gemeinsamen Planung letztlich die klare Anerkennung der Stimmberechtigten fand (Nordstrasse, Tangente Zug-Baar). Mit dem Stadttunnel Zug ist derzeit das letzte Element dieses "Triangels" in Planung. Und vieles spricht dafür, dass das Jahrhundertprojekt die politischen Hürden ebenfalls nehmen wird. Auch in diesem Fall ist es der Einsicht des Kantons zu verdanken, dass nur gemeinsames Wirken zum Erfolg führen kann. Namentlich unter Baudirektor Heinz Tännler hat man in unseren Amtsstuben gelernt, die Planung solcher Grossprojekte nicht einfach den Ingenieuren und Experten zu überlassen. Vielmehr spannt die Baudirektion heute mit jenen zusammen, welche die Strassen dereinst befahren und bezahlen werden: mit der Bevölkerung. Ich bin überzeugt, dass diese Methode auch noch bei der Planung der flankierenden Massnahmen in Cham zum Ziel führen wird.

Aus der einst technokratischen Fachplanung ist unter Tännlers Leitung eine gemeinsame Sache geworden. Selbst verkehrskritische Geister wirken heute aktiv in den Planungsgremien mit, weil auch sie erkannt haben, dass blosse Obstruktion bei solch breit getragenen Verfahren nicht zum Ziel, sondern ins Abseits führt. Dennoch gibt es leider immer wieder Vereinzelte, die aus ideologischer Borniertheit oder aber aus pekuniärem Eigeninteresse die medialen und juristischen Instrumente bis zum Exzess strapazieren. Mit ihrem Verhalten verzögern sie nicht nur die ohnehin schon langwierigen Entstehungs-prozesse im Strassenbau. Sie richten auch einen bedauerlichen volkswirtschaftlichen Schaden an, den wir uns je länger desto weniger leisten können. Die Entwicklungen der Zukunft werden uns zum Umdenken zwingen. Wer sich die Herausforderungen vor Augen führt, die wir in den nächsten Jahren zu stemmen haben, wer sich die Dynamik in Teilen der Welt vergegenwärtigt, wird zur Einsicht kommen, dass es mit einer Verweigerungshaltung nicht getan ist. Was es hierzulande braucht, ist mehr Offenheit und Gemeinsinn – nicht nur – aber auch im Strassenbau für den zukünftigen Erfolg unseres Kantons.

Philip C. Brunner, Zug
Kantonsrat

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