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Vom Privatverkehr bis hin zur alltäglichen Klimadiskussion

Eine erfreuliche Nachricht, die uns letzte Woche erreicht hat. Der Kanton Zug bezahlt ab 2020 rund 50 Millionen Franken weniger in den NFA (Nationalen Finanzausgleich) ein. Eine Steuersenkung wird dadurch in absehbarer Zeit zum Thema werden.

Dem Bürger soll etwas zurückgegeben werden. Diese erfreuliche Nachricht ist nicht zuletzt auf die nachhaltige und souveräne Arbeit unseres Finanzdirektors Heinz Tännler zurückzuführen. Jedoch sollte jetzt nicht überstürzt gehandelt und weiterhin mit Bedacht gearbeitet werden.

Weniger erfreut bin ich über den stetigen Abbau des Privatverkehrs. Ich finde die Massnahmen überspitzt und kontraproduktiv. Begonnen beim Abbau von Parkplätzen, um Begegnungszonen zu schaffen. Parkplätze werden in der ganzen Stadt Zug, wie auch in vielen Gemeinden durch schwach ausgelastete Begegnungszonen oder überbreite Gehwege ersetzt.

So wurden zum Beispiel rund ein Dutzend Parkplätze auf dem Postplatz für ein paar wenige Sitzbänke gestrichen. Diese neuen “Bänkli“ befinden sich nur wenige Schritte vom schönen Zugersee entfernt. Kein Wunder also, dass diese Bänke ständig leer stehen. Damit wurden wichtige Parkplätze für Kurzparker, durch unattraktive und unbeliebte Sitzmöglichkeiten ersetzt.

Zudem besteht der Trend, noch weitere 30er-Zonen zu planen und zu errichten. Sie sollen die Anwohner vor Lärm schützen und die Strassen während der Prime-Time sicherer machen. Doch das erachte ich als überflüssig, da die Autos während den Stosszeiten sowieso nicht mehr als 30km/h fahren können.

Der Auto- oder Motorradfahrer hingegen, der zu Randzeiten diese Passage mit angepassten 50 km/h passiert, wird kriminalisiert und saftig bestraft. Eine Autofahrt von Zug nach Oberägeri kann heute schon gut 35 Minuten in Anspruch nehmen und der Verkehr in die Berggemeinden des Kantons Zug wird in den nächsten Jahren definitiv nicht abnehmen.

Ich lehne es deshalb ab, dass die bestehenden Busbuchten zurückgebaut und in Fahrbahnhaltestellen umfunktioniert werden. Die Konsequenzen dieses Entscheides enden dann entweder in langandauernden Autofahrten oder waghalsigen Überholmanövern. Diese gehen nicht immer glimpflich aus, was meines Erachtens schlimmere Folgen nach sich zieht als die Baukosten.

Ein weiteres Anliegen, das mich beschäftigt, ist die Klimathematik. Dabei möchte ich die Zuger Bevölkerung auch zum Nachdenken anregen. Das Thema Klima ist eine sehr heikle Angelegenheit, welche es mit einem grossen Augenmerk zu beachten gilt. Um unsere Umwelt zu schützen, muss deshalb der erste Schritt bei sich selbst getan werden. Begonnen bei einem bewussten Einkauf und Konsum von Lebensmitteln.

Zum Beispiel beim Bauern nebenan einkaufen gehen oder die Lebensmittelverschwendung, den Food-Waste, minimieren. Auch mit kleinen Änderungen kann man Grosses bewirken. So würde man zum einen die Umwelt vor Abgasen schützen indem die Spargeln nicht um die halbe Welt verschifft werden und zum anderen könnte man unsere regionalen Betriebe stärken und so auch wichtige Arbeitsplätze sichern oder sogar neue schaffen.

Mir ist klar, dass mit diesen Massnahmen das Problem noch nicht behoben ist, aber auch hier gilt: « Auch Kleinvieh macht Mist ».

Hans Küng, Kantonsrat, SVP Baar

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