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Wer etwas für den Wirtschaftsstandort tut – und wer nur davon redet

Man kann als gewerblicher KMU-Unternehmer nicht immer mit den politischen Haltungen der Zuger Wirtschaftskammer (ZWK) einig sein. Wenn ich an den vorliegenden „EU-Rahmenvertrag“ denke, dann bin ich dezidiert anderer Meinung. Der kürzlich durchgeführte „Tag der Wirtschaft“ im Casino Zug zeigte, dass ich wohl nicht der Einzige bin, der höchst skeptisch ist.

Danke Dr. Jürg Werner, CEO der Metall Zug (V-Zug), für Ihr klares Eintreten für den liberalen Schweizer Arbeitsmarkt, notabene mit flankierenden Massnahmen zum Schutze des Schweizer Lohnniveaus, welcher mir mit dem Rahmenvertrag akut gefährdet scheint, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.

Man muss aber anerkennend und auch sehr dankbar sein, wenn eine breit aufgestellte private Organisation wie die ZWK sehr viel Richtiges für unseren Wirtschaftsstandort Zug macht. Die kürzliche öffentliche Veranstaltung der ZWK in Steinhausen mit Bundespräsident Ueli Maurer, dem Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler, mit Ständerat Peter Hegglin und weiteren Teilnehmern war ohne Zweifel ein grosser Erfolg und die anwesenden interessierten Stimmbürger-Innen erhielten sehr viele Informationen über eine letztlich enorm komplizierte und komplexe Vorlage.

Auch alle KMU im Kanton Zug, unabhängig davon ob sie überhaupt Steuern zahlen und es sind leider über 60% die es nicht tun, werden ganz direkt von der AHV-Steuervorlage profitieren. Als Arbeitgeber ist für mich die Wahl klar: Lieber einen starken, florierenden internationalen Handels-und Werkplatz Zug, dann kann ich meine zusätzlichen Sozialkosten (+0,15%, als CHF 1.50 auf CHF 1’000.- Lohnkosten) auch mittragen, als schmerzliche Verluste von Arbeitsplätzen durch wegziehende internationale Grossfirmen.

Es ist klar, dass das positive Zuger Abstimmungsergebnis von rund 53% der früheren Vorlage (USR III) jetzt viel Verbesserungspotential nach oben hat. Ich kann die stark verbesserte AHV-Steuer-Vorlage, die am 19.5.2019 zur Abstimmung kommt dem Zuger Stimmbürger vorbehaltlos zur Unterstützung empfehlen. Sie ist eine wirkliche Win-Win-Win Situation: Für den Wirtschaftsstandort Zug, für unsere kantonalen Finanzen und ein erster wichtiger Schritt zur Stärkung des wichtigsten Sozialwerks unseres Landes, der über siebzigjährigen AHV. Nützen wir die 2. Chance – besser kommt es nicht mehr.

Philip C. Brunner
Präsident SVP Stadt Zug
Mitglied der vorberatenden STAF-Kommission

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