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Wer übernimmt in Zug jetzt die Führungsverantwortung?

Die aktuell laufende Abstimmung über das Hochhausreglement lässt tief blicken: Unser linksbürgerlicher Stadtrat tritt formell für dieses Reglement ein, erwähnt dies im Abstimmungsbüchlein aber nur halbherzig und hält sich bis heute vollständig aus der öffentlichen Debatte heraus. Dabei werden durch die Gegner des Reglements derartig garstige Lügen verbreitet, dass sich die bestehenden ca. 60 Hochhäuser unserer Stadt förmlich „biegen“.

Zurückhaltung ist in dieser Sache für einmal nicht nobel, sondern Zeichen einer bedenklichen Führungsschwäche. Der populäre SP-Stadtpräsidenten ist seit Wochen auf Tauchstation, hat sich nun definitiv zur silbergrauen „Lame Duck“ entwickelt und freut sich auf seine Pensionierung in einem Jahr. Die bürgerlichen Parteien kämpfen gemeinsam tapfer für die vorliegende Minimalvariante, welche sie mit ihren Fraktionen im Parlament zuerst einmal gegen die Empfehlung ihrer unter linker Führung fehlgeleiteten BPK und der Strippenzieher in der Verwaltung erkämpfen mussten.

Die Linke kolportiert, durch eine zugezogene Einzelperson („Bürgerbewegung.ch“ genannt), welche notabene zuoberst in einem Hochhaus an der Chamerstrasse in der Attikawohnung residiert, durch rot-schwarz-weissen Lügeninserate dem städtischen Stimmbürger komplett falsche Bilder. Von der direkt betroffenen Zuger Wirtschaft, dem eingeschüchterten Baugewerbe und dem doch vom Wachstum abhängigen Stadtzuger Gewerbe hört man leider kaum etwas.

Beim Hochhausreglement hat der neue Stadtrat auf die 2. Lesung im GGR leider eklatante Fehler gemacht, welche die vereinten Bürgerlichen im Sinne einer verantwortungsbewussten Reglementierung korrigieren mussten. Wir haben heute diese unerfreulichen Diskussionen nur, weil der Stadtrat, zusammen mit dem fehlgeleiteten wachstumsfeindlichen Stadtarchitekten, eine Wachstumsdiskussion losgetreten hat, welche völlig unnötig und absurd ist. Mit dem Hochhausreglement wird der uferlose Bau von Hochhäusern gestoppt und nicht neu gestartet, wie die Linke dem uninformierten Stimmbürger weismachen will.

Leider befeuern dazu noch auswärtige „Experten“ mit absurden Leserbriefen die Debatte, Zukunftsverhinderer die dazu oft selber während Jahrzehnten vom hiesigen Wachstum ganz direkt mitprofitiert haben und unverantwortlicherweise heute zu Stoppern mutiert sind – und so zu Verhinderer einer vernünftigen und massvollen Entwicklung werden.

Die Stadt Zug steht in verschiedener Hinsicht vor gewaltigen finanziellen und infrastrukturellen Herausforderungen. Ohne eine minimales Wirtschaftswachstum werden wir die künftigen finanziellen Herausforderungen der öffentlichen Hand nicht im bisherigen Ausmass tragen können. Ohne vernünftiges Angebot an Büroflächen drohen weitere Wegzüge von Firmen wie bereits Biogen und AstraZeneca. Das hat substanzielle Auswirkungen auf die finanzielle Gesundheit der Stadt.

Wie immer das Abstimmungsresultat am 26. November lautet: Eines ist sonnenklar: Die politischen Karten müssen im kommenden Herbst 2018 neu gemischt werden. Es braucht einen viel stärkeren Stadtrat unter mutigerer bürgerlicher Führung, der proaktiv mehr Verantwortung übernimmt, seine Verwaltung souverän führt und nicht linkslastige und wachstumsverhindernde Vorlagen ausarbeitet. Es braucht einen neuen Präsidenten für die BPK, der zusammen mit dem Baudepartement gute und breit abgestützte Lösungen ausarbeitet. Diese Stadt muss sich verantwortungs-bewusst weiterentwickeln können. Meine Lieblingsstadt Zug braucht einen Stadtrat, der nicht Schweizer Investoren verschreckt, sondern eine gedeihliche Weiterentwicklung dieser Stadt sicherstellt.

Und last but not least; es braucht morgen und übermorgen eine weitere produktiv und konstruktive  Zusammenarbeit aller bürgerlichen Parteien, zusammen mit Wirtschaft und Gesellschaft – ein bürgerliches Forum für Zug. Von  einer prosperierender Stadt Zug profitieren neben Wirtschaft, KMU-Gewerbe, Arbeitnehmer, Einwohnerschaft auch die sozial Schwächsten – nicht zuletzt via ZFA der ganze Kanton, das haben die heutigen Linken offenbar wieder vergessen.

Ein erster Schritt dazu ist ein JA zum Hochhausreglement, um den Wirtschaftsstandort Zug zu stärken und für die Zukunft vorzubereiten.

Philip C. Brunner
Selbständiger Unternehmer
Hotelier in Zug

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