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Zug ist nicht fertig gebaut – Gedanken zu städtebaulicher Entwicklung, Nachhaltigkeit wegweisender Qualität und bürgerlicher Führungsarbeit

Am letzten Dienstag fand im GGR eine für die Zukunft von Stadt und Kanton Zug wichtige politische Debatte statt. Während fünf Stunden war man unangenehm an die folgenreichen Auseinandersetzungen zwischen Links und Rechts in der Stadt Zürich vor über 25 Jahren erinnert. Die damalige SP-Stadträtin Ursula Koch postulierte nämlich, dass „die Stadt“  gebaut sei und entsprechend bremste eine rot-grüne Politik über Jahre die sinnvolle Weiterentwicklung im Bauwesen. Mit verheerenden Folgen; die Bevölkerung schrumpfte, gute Steuerzahler zogen weg, die finanziellen Ressourcen schmolzen, Steuereinnahmen von  Firmen fehlen. Diese investierten andernorts, auch hier in Zug. Es brauchte später einen Aufbruch der mit Umzonungen alter Industriegebiete die Entwicklung in sinnvollere Bahnen lenken konnte. Google, Startups & Co. sind dazu Stichworte. Wenn es Zürich heute wieder besser geht, dann hat das viel mit der damaligen Wende im Bauwesen zu tun.

Und in Zug? Nach der Ablehnung des Stadttunnels, der Ablehnung des zukunftweisenden Projektes Unterfeld droht uns in Zug ähnliches. Nicht zuletzt müssen der Wegzug des IFZ, die Standortentscheide Rotkreuz der Hochschule für Informatik und Innovationspark Zentralschweiz nachdenklich machen. Der bürgerliche Stadtrat hat nach der 1. Lesung des neuen Hochhausreglements (HH-Regl.) ohne jede Not eine mörderische 180-Grad Kurve hingelegt, welche umfassende Einschränkungen für bauwillige Investoren mit sich gebracht hätte – Verhinderung und Blockierung einer sinnvollen baulichen Weiterentwicklung unserer Stadt. Die bürgerlichen Fraktionen haben den entgleisten Zug mit vereinten Kräften wieder auf die richtigen Schienen gesetzt – die Stimmbürger werden das letzte Wort zum HH-Regl. haben. Sind sich dieser ihrer enormen Verantwortung für die Zukunft bewusst? Ohne Investitionen drohen ähnliche negative Entwicklungen wie damals in Zürich und politische Blockaden oder bei Ablehnung genau das Gegenteil – schrankenloser Wildwuchs.

Das HH.-Regl. ist ein Gradmesser dafür, wohin die Reise gehen sollte. Wenn wir die falschen Leitlinien und zu enge Parameter setzen, droht die Negativspirale. Stimmbürger und städtische Politik haben es in der Hand die richtigen zukunftsweisenden Signale zu setzen, für ein moderates Wachstum zu sorgen, welches allen zu Gute kommt.

Entscheidend prägt dies die politische Führung! Wir brauchen einen pragmatisch führenden Stadtrat, der Inputs, mit Blick auf ein kohärentes Ganzes, kanalisiert, priorisiert, koordiniert und politisch durchsetzt. Beim Wachstum ist auf hohe Qualität und nachhaltige Lösungen zu setzen. Was nun konkret das HH-Regl. betrifft, so zeigt dessen lange Geschichte, dass man fast alles, wie es politisch gerade gefällt begründen kann. Persönlich trete ich auch dafür ein, dass reine Bauhöhe alleine kein Ziel an sich sein darf, was zu guten städtebaulichen Lösungen mit detaillierten Bebauungsplänen führt. Ziel ist ein ernstzunehmendes breites, bezahlbares konkurrenzfähiges Immobilienangebot, für die Wirtschaft, für uns Einwohner.

Es geht also um sehr viel, vorallem um zukünftige gute und sichere Arbeitsplätze und somit auch um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Wirtschaftsstandortes Zug. Davon profitieren alle – und es geht nicht zuletzt alle Zuger Nehmergemeinden und den kantonalen Finanzen besser, wenn der kantonale Wirtschaftsmotor „Stadt“ gut läuft.

Philip C. Brunner
Kantonsrat, Zug

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