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Zug braucht mehr als Schulturnen – Zeit für eine Sportarena mit Zukunft!

Mit dem geplanten Neubau der Kantonsschule Ennetsee in Rotkreuz entsteht ein zukunftsweisender Bildungsstandort für die gesamte Region. Dazu gehört auch eine unterirdische Vierfachturnhalle – ein Projekt mit grossem Potenzial, das über die schulischen Bedürfnisse hinausdenken muss. Denn was hier entsteht, ist nicht einfach eine Sporthalle – es ist die Chance, einen Ort zu schaffen, der Schul-, Breiten- und Leistungssport gleichermassen gerecht wird.

Der Kanton Zug ist nicht nur ein wirtschaftlicher Leuchtturm oder das Krypto Valley. Er ist auch ein echtes Hockey Valley: Der EVZ begeistert im Eishockey, die Rebels sind eine feste Grösse im Streethockey, und Zug United spielt mit Damen und Herren in der höchsten Schweizer Unihockeyliga. Das Zuger Unihockey hat über 1’500 aktive Spieler und über 100 Teams, die mit Leidenschaft und Engagement dem Sport nachgehen. Unihockey ist nach Fussball die zweitgrösste Mannschaftssportart der Schweiz. Auch im Handball ist die Region mit den Damen von LK Zug sportlich stark vertreten. In all diesen Sportarten sind auch Junioren-Auswahl-Teams und lokale Vereine aktiv, die mit grossem Einsatz den Nachwuchs fördern. Kurz: Der Hallensport im Kanton lebt und er verdient eine Infrastruktur, die diesem Niveau entspricht.

Was im Kanton Zug fehlt, ist eine moderne Sporthalle, die sich für öffentliche, professionelle Meisterschaftsspiele mit Zuschauern und Event-Charakter eignet. Eine Halle, in der Sport nicht nur gespielt, sondern erlebt werden kann – mit Emotionen, Bild und Ton, wie man es etwa aus der Bossard Arena kennt. Diese Atmosphäre schafft Identifikation und Begeisterung. Sie öffnet auch Türen für neue Sponsoring-Möglichkeiten, die für die finanzielle Zukunft aller Clubs entscheidend ist.

Deshalb ist es unerlässlich, dass die neue Sporthalle nicht nur auf Schulturnen ausgelegt wird. Was es braucht, ist eine zukunftsorientierte Anlage mit:

  • einer Zuschauertribüne für mindestens 1’000 Personen,
  • Gastrobereichen für Spieltage, Turniere und Anlässe,
  • Elektronische Multimedia Anzeigesystemen,
  • funktionsfähigen, separaten Zugängen für Publikum, Medien und Technik,
  • ausreichenden Lagerflächen für Sportmaterialien – inklusive verlegbarem Hallenboden mit Banden für Unihockey,
  • sowie Reinigungs- und Pflegeinfrastruktur, die auf intensive Nutzung vorbereitet ist.

Die neue Halle wird nicht nur ein Ort für Bewegung, sondern auch ein Ort der Begegnung. Sie kann ein Zentrum für Vereinsleben, Nachwuchsförderung und kantonale oder nationale Meisterschaften werden – wenn wir sie von Anfang an dafür auslegen.

Die geplanten Investitionen von rund 200 Millionen Franken für die gesamte Kantonsschule sind gut investiertes Geld – wenn das Projekt mit Weitsicht und Verständnis für die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung umgesetzt wird. Bildung endet nicht im Klassenzimmer – sie lebt auch im Mannschaftssport, in Fairness, Teamgeist und Disziplin.

Jetzt ist der richtige Moment, um diese Halle nicht nur für den Stundenplan, sondern auch für die Zukunft des Hallensports im Kanton Zug zu gestalten. Daher appelliere ich inständig, dass dies bei der Planung und Gestaltung berücksichtigt wird.

Alex Haslimann, Kantonsrat Risch

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