Stillstand und Mutlosigkeit der Baudirektion im Angesicht der Herausforderungen
Der Kanton Zug platzt aus allen Nähten. Täglich staut sich der Verkehr auf unseren Strassen, Lärm, Stress und dicke Luft. Die Lebensqualität leidet.

Mit meiner Motion Verkehrskonzept habe ich die Regierung aufgefordert, endlich eine umfassende Lösung für unser Verkehrsproblem zu erarbeiten. Mein Vorschlag: Eine U-Bahn von Zug ins Ägerital. Eine Vision für die Zukunft, die unsere Mobilität nachhaltig sichert, ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist und den Kanton Zug enorm entlasten würde. Was tut der Regierungsrat?
Nichts, schon nach wenigen “pseudo” Workshops heisst es “zu teuer”. Der Regierungsrat schickt die zu viel eingenommenen Millionen lieber nach Bern, als im eigenen Kanton die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Stattdessen wird vorgeschlagen, einfach mehr Busse (Bus+) einzusetzen.
Mehr Busse auf Strassen, die jetzt schon verstopft sind? Das ist nicht nur kurzsichtig, sondern geradezu absurd! Der Baudirektor sollte sich den Herausforderungen nicht mit Mutlosigkeit und Tatenlosigkeit stellen. Wir brauchen keine halbherzigen Massnahmen, die das Problem nur verlagern oder gar schlimmer machen.
Es ist ganz logisch, wenn es oberirdisch keinen Platz mehr gibt, muss der Verkehr eben in den Boden. Wir brauchen eine langfristige, tragfähige Lösung. Und diese Lösung heisst U-Bahn. Sie würde Pendler schnell und effizient von A nach B bringen und so tausende Autofahrten von den Strassen verlagern.
Dies bedeutet weniger Stau, weniger Abgase und eine bessere Luftqualität. Viel weniger Lärm, weniger Stress, dafür eine bessere Lebensqualität. Eine moderne Infrastruktur ist entscheidend für die Lebensqualität im Kanton Zug. Der Einwand, es sei zu teuer, ist vorgeschoben. Ja, eine U-Bahn ist eine Investition.
Aber es ist eine Investition in unsere Zukunft. Was kostet uns der Stillstand, die verlorene Zeit im Stau, die sinkende Lebensqualität? Langfristig wird uns das Untätigbleiben der Baudirektion wesentlich teurer zu stehen kommen. Andere Kantone und Städte investieren massiv in ihre Infrastruktur – warum nicht auch Zug?
Kantonsrat Thomas Werner, SVP Unterägeri

