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Zurlaubenhof – quo vadis?

In den letzten Jahren hat sich eine neue Art von Scheindemokratie entwickelt: das Mitwirkungsverfahren. Nichts gegen ein Anhören der Bevölkerung, aber dies dann als Feigenblatt zu verwenden, selbst keine Strategie haben und die Verantwortung abzugeben, ist völlig falsch und führt zu absurden Fehlentscheidungen.

Genau das ist nun im Zusammenhang mit dem Zurlaubenhof passiert. 900 von 17’000 Stimmbürgern (5%) sagen dem Stadtrat nun, was er zu tun hat. 10% davon, also 90, verlangen, dass irgendwann mal Wohnungen gebaut werden.

Keinem vernünftigen Menschen kommt es in den Sinn, 70 Mio. Franken für eine Liegenschaft auszugeben, um dann ein defizitäres Restaurant zu betreiben. Das ist nämlich die Strategie des Stadtrates, die er aus der Mitwirkung ableitet.

Die Fr. 70 Mio. wurden im Jahre 2021 vom Volk gutgeheissen, weil man auf diesem Stück Land preisgünstige Wohnungen realisieren kann. Für diese Idee kann man sehr wohl Steuergeld ausgeben. Nicht aber für die Übernahme von Gebäuden mit 9 Wohnungen und 2 Studios, von denen man gewisse nicht mehr vermieten kann.

Zudem ist die Liegenschaft denkmalgeschützt, was heisst, dass man keinen Nagel einschlägt, ohne dass der Supervisor das gutheisst. Hat man immer noch nicht erkannt, dass die Bevölkerung dringend Wohnraum sucht und nicht ein weiteres Restaurant, das nicht läuft?

Ich möchte eine klare Ansage machen: wird diese Idee so weiterverfolgt, wäre das pure Vernichtung von Steuergeldern, die nicht hinzunehmen ist. Und wenn wir schon bei Vernichtung von Steuergeldern sind. Der Stadtrat zeigt Interesse an der Übernahme der Villa Rüttimann (neben dem Casino) für einen zweistelligen Millionen Betrag.

Baufällig, denkmalgeschützt, keine Idee einer Nutzung, das sind die Stichworte, die hier erwähnt werden müssten. Mit diesem verschwendeten Geld könnte man locker 80 preisgünstige Wohnungen im Zurlaubenhof bauen. In diesem Sinne nun mein Appell an den Stadtrat: an die strategische Arbeit, Verantwortung tragen und die Probleme lösen, die vor der Tür liegen.

Adrian Risi, Zug
Kantonsrat SVP

 

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