Sinnvolle Ausgaben bleiben Ansichtssache
Kantonsrat Christian Hegglin (SP) stört sich in der Kolumne «Zuger Ansichten» über die Sparsamkeit des Kantons Zug. Ich bin der Meinung, dass es durchaus angebracht ist, dass Geld gezielt und gut überlegt zu investieren, anstatt es mit vollen Händen auszugeben.

Dennoch ist es nicht ganz so, wie er es schildert. Denn es wurden in den letzten Jahren durchaus viele soziale und ökologische Projekte, die einen aus meiner Sicht sinnvoll, die anderen weniger, umgesetzt. Ich nenne hier nur 2 Beispiele; So wurde vom Kantonsrat die Finanzierung des Frauenhauses sichergestellt. Zum anderen gibt der Kanton Zug 1 Million Franken, verteilt auf 5 Jahre, für einen Velorat aus. Dieser Velorat soll u.a. die Bevölkerung zum Radfahren motivieren.
Der Vorstoss zur Finanzierung des Frauenhauses kam von der SP, die SVP unterstützte diesen, weil es uns um die Sache ging. Andererseits wurde ein Vorstoss zur Schaffung eines Zuger Hospiz, eingereicht von SVP Kantonsrätinnen- und räten, von der SP geschlossen abgelehnt….
Zu guter Letzt moniert Kantonsrat Hegglin, dass sich der Kantonsrat nächstes Jahr mehr Lohn gönnt. Dieser Vorstoss wurde vom Kantonsrat, also auch von der SP, grossmehrheitlich angenommen. Einzig die SVP und einige wenige FDP’ler lehnten den Vorstoss ab.
Wie wir unser Geld sinnvoll ausgeben, das bleibt wohl auch im nächsten Jahr Ansichtssache und wir werden im Kantonsrat das eine oder andere Wortgefecht führen. Aber eines sollten wir uns bewusst sein; all diese Vorstösse, oder sollte ich gar Forderungen sagen, sind nur möglich, weil wir eben so viele Steuereinnahmen haben.
Esther Monney-Rogenmoser
Kantonsrätin SVP, Unterägeri

