Mitmachen
Artikel

Lassen Sie sich nicht verwirrren …

Es ist wenig überraschend, dass die Präsidentin der Zuger GLP die Individualbesteuerung als «fair und logisch» feiert. Wer das Leben primär als Ansammlung von isolierten Individuen und anonymen Arbeitskräften betrachtet, für den mag dieses Modell stimmig sein. Diese urbane Gruppe nennt man „DINKS“ – was für „Double-Income-No-Kids“ steht. Doch die «moderne» Sichtweise von Frau Estermann und ihren politischen Freundinnen bei der FDP ist in Wahrheit ein frontaler Angriff auf unsere Familien als wirtschaftliche und soziale Einheit.

GLP-Kantonsrätin Estermann bemüht ein angebliches konservatives «Gotthelf-Familien-Modell» um unsere Traditionen lächerlich zu machen. Doch was sie uns als liberalen Fortschritt verkauft, ist ein bürokratisches Monster, kompliziert, ungerecht und teuer! Die Behauptung, 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen seien im digitalen Zeitalter «kinderleicht» zu bewältigen, zeugt von einer bemerkenswert abgehobenen Weltfremdheit dieser unverheirateten kinderlosen Politikerin. Es gibt auch andere erfüllende Lebensmodelle. Hier wird das aktuelle effiziente Steuersystem für eine ideologische feministische Übung geopfert, die vor allem eines bringt: Mehr Staat, mehr Beamte, mehr Kosten und nicht zuletzt mehr Kontrolle und Zwang ins Privatleben von Millionen von Familien.

Das eigentliche Problem der «Heiratsstrafe» ist nämlich gar nicht die gemeinsame Steuererklärung, sondern die Progression der direkten Bundessteuer – ein Relikt das abgeschafft werden muss; nur bitte nicht so! Kantonal haben wir diese Herausforderung längst durch das bewährte Splitting-Modell gelöst. Anstatt diese Progression endlich für alle zu glätten, will die GLP die Zugerinnen zur Erwerbsarbeit „erziehen“. Wenn Kantonsrätin Estermann von «Anreizen» spricht, dann meint sie staatliche Nötigung: Familien, die sich für ein Einverdiener-Modell oder die Eigenbetreuung der Kinder entscheiden, werden massiv abgestraft. Es ist doch nicht die Aufgabe des Staates, über einen Steuerhebel zu entscheiden, wie Paare ihr Leben und ihre Kindererziehung zu gestalten haben!

Besonders pikant: Dass ausgerechnet die GLP-Wählerschaft nach der ersten Umfrage am lautesten nach dieser Reform ruft, ist logisch – es ist die Klientel der sehr gut verdienenden Urbanen, deren Lebensentwurf vor allem egoistische Selbstverwirklichung oder eben Individualisierung bedeutet. Für den hart arbeitenden Mittelstand und eine Mehrheit der Familien im Kanton Zug bedeutet die Individualbesteuerung hingegen: Weniger Netto vom Brutto für all jene, die nicht in das linksliberale Raster passen.

Am 8. März sagen wir deshalb NEIN zu diesem Umerziehungsprojekt und zur geplanten bürokratischen Masslosigkeit in allen Kantonen. Wir brauchen keine weitere steuerliche Bevormundung, sondern Respekt vor der Wahlfreiheit unserer Familien!

Philip C. Brunner
Präsident SVP Kanton Zug
Kantonsrat

Artikel teilen
Kategorien
weiterlesen
Website SVP Schweiz
Kontakt
SVP Schweizerische Volkspartei Kanton Zug, Postfach, 6300 Zug
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden