Nein zur Individualbesteuerung!
All jenen die dazu tendieren, Ja zur Vorlage zur Individualbesteuerung zu sagen, oder noch unschlüssig sind, empfehle ich die Lektüre der letzten Sonntagszeitung.

Diese führte ein Interview mit dem Ökonomen Serge Gaillard. Dieser kommt zu einem vernichtenden Urteil zur Vorlage. Der ehemalige Chef der eidgenössischen Finanzverwaltung erklärt an einfachen Beispielen, dass die eine Ungerechtigkeit im Steuersystem zwar aufgehoben, gleichzeitig aber eine Neue geschaffen wird.
Ebenfalls räumt er mit der Mär auf, die Individualbesteuerung in dieser Form würde die Gleichstellung zwischen Mann und Frau fördern. Sozialdemokrat Gaillard hält auch die Schaffung neuer Arbeitsstellen durch Annahme der Vorlage als eher unrealistisch. Diese ist eine Hoffnung der Befürworter.
Auf die Frage, wer denn schlussendlich am meisten von einem Ja profitieren würde, kommt die klare Aussage von Gaillard: Es sind die Top-Doppelverdiener-Ehepaare!
Diese Argumentation reicht eigentlich bereits. Vom Bürokratiemonster mit 1,7 Millionen neuen Steuererklärungen, Hunderten neuen Steuervögten und 26 nötigen neuen kantonalen Steuergesetzen wollen wir mal gar nicht reden. Abschaffung der «Heiratsstrafe» klingt zwar gut, sollte aber in dieser Form abgelehnt werden.
Roman Küng, Zug
Gemeinderat SVP

