Zwangsgebühren sind ein Relikt aus einer anderen Epoche
Es war mir eine Freude an der Zugermesse 2022 zahlreiche Unterschriften – zur SRG-Initiative – 200 Franken sind genug! – zu sammeln, um im Sommer 2023 diese in einer Gruppe von vielen jungen Leuten in Bern einzureichen.

Junge Leute, die selbst entscheiden möchten, wo sie sich informieren und für welche Medien sie bezahlen. Die 200 Franken, welche bei Annahme der Initiative pro Haushalt für den SRG fällig bleiben, sehe ich als Solidaritätsbeitrag an Leute, welche auf die SRG angewiesen sind. Angewiesen auf Müslüm und verrückte Katzenvideos vom SRF ist niemand.
Leider fliesst heute ein erheblicher Teil der Serafe Gebühren in Angebote, die wir weder nutzen noch wünschen. Das ist nicht zeitgemäss. In einer digitalen Welt, in der Vielfalt und Wahlfreiheit selbstverständlich sind, wirkt ein staatliches Fernsehen mit solch hohen Gebühren, welches vermehrt gerügt wird für parteiische Berichterstattungen, wie ein Relikt aus einer anderen Epoche.
Es geht nicht darum, Medienvielfalt zu zerstören – im Gegenteil. Es geht darum, Verantwortung dorthin zu legen, wo sie hingehört: zu uns Bürgerinnen und Bürgern. Wir sind mündig genug, unsere Informationsquellen selbst zu wählen.
Die SRG-Initiative – 200 Franken sind genug! – ist ein Schritt hin zu mehr Fairness und Eigenverantwortung. Sie zwingt die Medienlandschaft, sich stärker an den Bedürfnissen der Bevölkerung auszurichten, statt sich auf garantierte Einnahmen zu verlassen. Wettbewerb belebt – auch im Journalismus.
Darum stimme ich Ja: Weil ich selbst entscheiden möchte, welche Medien meine Unterstützung verdienen.
Nico Casillo, Steinhausen

