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Zug bleibt Zug?

Wer in Zug aufgewachsen ist, kennt das Gefühl: Man geht durch die Stadt, trifft Bekannte, grüsst sich gegenseitig, plaudert mit dem Nachbarn. Dieses Netz aus Beziehungen, Traditionen und gemeinsamen Erinnerungen macht Heimat aus. Doch dieses Gefüge steht unter Druck.

Unser Kanton wächst rasant. In manchen Quartieren hört man auf dem Spielplatz kaum noch Schweizerdeutsch. Traditionsvereine kämpfen um Nachwuchs. Das Verbindende schwindet. Gleichzeitig explodieren die Mieten, Familien finden keine Wohnungen mehr und der Verkehr kollabiert. Die Ursache? Es kommen schlicht zu viele Menschen in die Schweiz und damit auch nach Zug.

Linke Kreise behaupten gerne, der Wachstumsdruck in Zug sei hausgemacht, eine Folge der tiefen Steuern. Das greift zu kurz. Natürlich ist Zug attraktiv, das wollen wir auch sein. Aber die Wurzel liegt tiefer: Bei einer Nettozuwanderung von 80’000 Menschen jährlich in die Schweiz ist es logisch, dass viele davon dorthin wollen, wo es lebenswert ist. Die Steuer-Debatte lenkt vom eigentlichen Problem ab.

Deshalb braucht es auf Bundesebene den Mut, die Zuwanderung wirksam zu steuern. Die Personenfreizügigkeit in der heutigen Form funktioniert nicht. Es muss ein neues System geschaffen werden, dass uns die Möglichkeit gibt selbst zu entscheiden, wie viele Menschen in die Schweiz einwandern.

Heimat ist kein Museum. Sie lebt vom Wandel. Aber sie braucht einen Kern, der bleibt. Unsere Dialekte, unsere Feste, unsere direkte Demokratie, das ehrenamtliche Engagement, das sind keine folkloristischen Relikte, sondern das Fundament unseres Zusammenlebens.

Wer seine eigene Identität aufgibt, hat nichts anzubieten, in das sich Neuankömmlinge integrieren könnten. Wir dürfen von Zuzügern erwarten, dass sie unsere Sprache lernen, unsere Gepflogenheiten respektieren und sich einbringen.

Die Rechnung ist einfach: Wollen wir mehr Heimat, mehr bezahlbare Wohnungen und mehr von dem bewahren, was Zug ausmacht, muss die Zuwanderung begrenzt werden, es ist mathematische Notwendigkeit. Zug soll weltoffen bleiben. Aber Weltoffenheit heisst nicht, dass wir unbegrenzte Zuwanderung zulassen können, ohne das zu verlieren, was uns ausmacht.

Gregor R. Bruhin, Kantonsrat

 

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