Nachhaltigkeitsinitiative – schliessen Sie die Augen und machen Sie ein Experiment mit mir
Nachdem die Nachhaltigkeitsinitiative erfolgreich von Gegnern und Medien umgemünzt wurde in die «Chaosinitiative» und diverseste politische Agitatoren in regelrechte Schnappatmung verfallen sind, bitte ich Sie liebe Leserinnen, liebe Leser mal tief Luft zu holen und mit mir ein Experiment durchzuführen. Schliessen Sie bitte nach dem Lesen dieses Textes die Augen und stellen Sie sich folgendes vor.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten nicht am Feierabend im Schneckentempo auf der Strasse aus der Stadt raus schleichen, stellen Sie sich vor, Sie müssten zu Stosszeiten nicht wie eine Sardelle in der Sozialraupe stehen und auf Ihre Haltestelle warten, stellen Sie sich vor, Sie müssten nicht überall auf alle amtlichen Stellen warten weil der Staat nicht nachkommt mit Leute anstellen oder stellen Sie sich vor Sie müssten nicht mit fünfzig weiteren Personen eine Wohnung besichtigen zu der Sie nachher leider eine Absage kassieren.
Es leben bereits neun Millionen Menschen hier in der Schweiz und im 2025 kamen Netto 74’675 Personen dazu. Diese ziehen nicht in die Alpen, sie wollen im Flachland wohnen. Wenn man die Alpen ausklammert, dann sind wir so dicht besiedelt wie Holland. Es ist leider ein Fakt, das wir weder mit dem Wohnbau, dem Infrastrukturbau oder bei den Anstellungen von Fachkräften bei diesen hohen Nettoeinwanderungszahlen nachkommen. Was ist das Resultat: Stau, Dichtestress, Angstzustände vor Wohnungskündigungen und eine generell angespannte Situation von den ewig währenden kontinuierlichen Bauprojekten, die das Land auf den Strassen und in den Wohnquartieren auf Trab halten.
Liebe Wähler der FDP und Mitte, nun spreche ich Sie direkt an. Denn es sind meist Sie, die von den Konsequenzen geweckt werden. Sei es, wenn plötzlich Ihre Strasse um zwei Meter verbreitert werden muss, weil es nun doch auch noch eine Velobahn braucht, wenn die Umfahrung plötzlich schönstes Bauernland in Ihrer Gemeinde durchpflügt, das Tunnelportal nun doch direkt neben Ihrem Einfamilienhaus gebohrt wird oder wenn in Ihrem Einfamilienhausquartier plötzlich nur noch doppelt so hohe Mehrfamilienhäuser stehen.
Sie können weiterhin die Augen vor der Verdichtung verschliessen, oder sie können ein Zeichen setzen. Die Nachhaltigkeitsinitiative mag nicht die perfekte Lösung für das Problem der Migration sein, das war übrigens die Individualbesteuerung der FDP auch nicht! Jedoch ist sie ein Schuss vor den Bug der Parteien, die denken das Netto 75’000 Leute im Jahr Zuwanderung normal sind und dann uns erzählen das Wohnungs- und Fachkräftemangel das Problem seien.
Nun schliessen Sie die Augen und stellen sich vor, wie es sein könnte. Danke für Ihre Stimme zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Jeffrey Illi, Hünenberg
Kantonsrat SVP

