Lebensraum Metalli: Eine Zuger Erfolgsgeschichte wird vernünftig weitergeschrieben
Am 14. Juni entscheiden wir über den Bebauungsplan «Metalli». Als jemand, der die Stadtentwicklung stets kritisch, aber lösungsorientiert begleitet, bin ich überzeugt: Dieses Projekt ist ein Musterbeispiel für eine massvolle und qualitätsvolle Innenverdichtung, die den Wirtschaftsstandort Zug stärkt, ohne die Identität Zugs zu opfern.

Warum verdient der «Lebensraum Metalli» ein klares Ja? Erstens besticht das Projekt durch ökonomische und ökologische Vernunft. Dass rund 85 Prozent der bestehenden Bausubstanz langfristig erhalten bleiben, ist ein starkes Signal gegen die heutige Abriss-Mentalität. Das Metalli wird punktuell und intelligent weiterentwickelt. Zweitens entsteht hier neuer Wohnraum am richtigen Ort. 130 zusätzliche Wohnungen direkt am Bahnhof – davon 40 Prozent preisgünstig – entlasten den Siedlungsdruck an den Stadträndern und nutzen bestehende Infrastrukturen optimal. Kurze Wege sind die beste Medizin gegen den drohenden Verkehrsinfarkt und Dichtestress der 10 Mio. Schweiz.
Drittens gewinnt die Öffentlichkeit massiv an Lebensqualität. Der neue, grosszügige Metalliplatz schafft eine moderne Verbindung zum Bahnhof, während die öffentliche Dachterrasse und die zusätzliche Begrünung das Stadtklima verbessern und neue Treffpunkte schaffen. Das ist eine klare Aufwertung, ganz im Gegensatz zu bereits geplanten weiteren Überbauungen auf der grünen Wiese. Besonders hervorzuheben ist das Vorgehen der Bauherrschaft: Mit einem mehrstufigen Mitwirkungsverfahren wurde die Bevölkerung ernst genommen. Die Abstimmung im Grossen Gemeinderat (GGR) ergab eine fast einstimmige Zustimmung von 34:1 Stimmen – auch dies ein Kompliment an die Qualität der Vorlage.
Der Lebensraum Metalli hat sich in fast 40 Jahren zu einem Herzstück unserer Stadt entwickelt. Als ehemaliger Direktor des Parkhotel Zug habe ich über drei Jahrzehnte alle Bauphasen und Veränderungen direkt mitverfolgen können. Auch heute muss sich das Metalli den aktuellen Bedürfnissen neu anpassen können. Wer für ein lebendiges Zug, für privates Eigentum mit gesellschaftlichem Mehrwert und für eine vernünftige Stadtplanung einsteht, stimmt am 14. Juni 2026 konsequent JA zum Bebauungsplan Metalli.
Philip C. Brunner
Präsident GPK Stadt Zug
Mitglied Komitee: «Ja für Zug»
Gemeinderat

