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Fachkräfte ausbilden

Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative betonen, dass die Zuwanderung nötig ist, um den Fachkräftemangel zu mindern. Doch die Zuwanderung ist längst ausser Kontrolle geraten; Dichtestress-überfüllte Züge-Stau-Wohnungsknappheit, all dies prägt längst die Schweiz.

Ursprung der ausser Kontrolle geratenen Zuwanderung ist vor allem die Personenfreizügigkeit mit der EU. Mit ihr wollte man Fachkräfte ins Land holen. Doch mit den Fachkräften kamen auch ihre Familien, inkl. Mutter und Vater. Diese brauchen natürlich eine Wohnung. Die Wohnung muss von einer Fachkraft gebaut werden. Später muss die Mutter ins Spital und der Vater ins Pflegeheim. Dazu sind weitere Fachkräfte für Verarztung und Pflege nötig. So dreht sich die Spirale der Zuwanderung immer weiter. Eigentlich wissen wir gar nicht mehr, was zuerst war, der Fachkräftemangel oder die ausser Kontrolle geratene Zuwanderung.

Aber die masslose Zuwanderung wird mit dem Fachkräftemangel schöngeredet; ohne die Zuwanderung baue niemand mehr unsere Strassen, koche keiner mehr im Restaurant, oder es fehlten die Pfleger im Spital. Doch wenn wir uns wieder auf eine unserer besten Erfindungen besinnen – nämlich unser duales Bildungssystem –, statt nur auf die akademische Laufbahn zu setzen, müssen wir weniger Fachkräfte ins Land holen.

Daher ist die Angstmacherei der Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative unbegründet. Unser Land wird nicht im Chaos versinken, weil angeblich niemand mehr unsere Häuser bauen kann. Im Gegenteil, das duale Bildungssystem würde endlich den Stellenwert erhalten, den es verdient. Denn eine Berufslehre bildet eine fundierte Basis einer beruflichen Karriere.

Gerade jene, die immer wieder betonen, dass wir den Ausländern dankbar sein sollten, weil sie unsere Häuser bauen, streben meist selbst eine akademische Laufbahn an. Das ist mehr als heuchlerisch. Deshalb müssen wir die Berufslehre wieder stärken, statt zu viele Akademiker auszubilden, die nach der Uni ohne Job dastehen.

Qualität statt Masse; Fachkräfte, die wir wirklich brauchen, können auch nach der Annahme der Nachhaltigkeitsinitiative gezielt ins Land kommen. Nur so bewahren wir unseren Freiraum und unsere Lebensqualität steigt wieder spürbar an.

Esther Monney-Rogenmoser
Kantonsrätin SVP, Unterägeri

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