Nachhaltigkeit heisst auch Begrenzung
Die Diskussion um Nachhaltigkeit wird in der Schweiz oft einseitig geführt. Es geht um CO₂, Energie oder Konsum. Doch der entscheidende Faktor wird ausgeblendet: das Bevölkerungswachstum.

Die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative setzt genau hier an. Sie verlangt nichts Radikales, sondern etwas Selbstverständliches: dass die Schweiz ihre Entwicklung wieder steuert. Konkret soll die Bevölkerung bis 2050 auf unter zehn Millionen begrenzt werden.
Warum ist das nötig? Weil die Realität längst spürbar ist. Immer mehr Menschen bedeuten mehr Verkehr, mehr Druck auf Wohnungen, steigende Mieten und den Verlust von Naturflächen. Unsere Infrastruktur kommt an ihre Grenzen – das ist kein Szenario, das ist Alltag. Wer ehrlich ist, sieht: Nachhaltigkeit ohne Steuerung der Zuwanderung ist eine Illusion.
Die Gegner versuchen, das Thema auf die Wirtschaft zu reduzieren oder mit Angst vor der EU zu argumentieren. Doch die zentrale Frage wird umgangen: Wie viel Wachstum verträgt unser Land überhaupt noch? Unbegrenzte Zuwanderung in einem kleinen, dicht besiedelten Land ist schlicht nicht nachhaltig.
Es geht auch nicht um Abschottung. Es geht um Verantwortung. Eine massvolle, gesteuerte Entwicklung schützt unsere Lebensqualität, unsere Umwelt und letztlich auch unseren Wohlstand.
Wir entscheiden mit dieser Initiative über die Zukunft unseres Landes. Wollen wir weiterhin einfach wachsen – oder wollen wir gestalten? Nachhaltigkeit bedeutet, Grenzen zu erkennen und danach zu handeln. Genau das macht diese Initiative.
Darum: Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Alex Haslimann, Kantonsrat Risch

