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Das Märchen vom Fachkräftemangel und die Realität in Rotkreuz

Die jüngsten Hiobsbotschaften von Roche Diagnostics in Rotkreuz fügen sich nahtlos in ein düsteres Gesamtbild ein: Nach Novartis, Pfizer und Takeda baut der nächste Pharma-Riese Stellen ab und schickt langjährige Mitarbeitende zum RAV oder in die Frühpensionierung.

Doch während in der Realität unzählige Qualifizierte auf der Strasse landen, klammern sich Politik, Economiesuisse und die Zuger Wirtschaftskammer (ZWK) unter Leitung von Frau Dr. med. Katharina Gasser, General Manager Roche Pharma (Schweiz) wie ein Mantra an den Begriff des «Fachkräftemangels». Im Kanton Zug waren Ende April über 2000 Personen arbeitslos und rund 3100 Personen aktiv auf Jobsuche.

Wer seine Augen öffnet, sieht das Paradoxon: Auf der einen Seite schwärmt der Bundesrat von der Attraktivität des Arbeitens bis 70, auf der anderen Seite exekutieren globalisierte Grosskonzerne eiskalt die Altersguillotine. Mit spätestens 60 Jahren gilt man in den Teppichetagen der Pharma- und Finanzwirtschaft heute de facto als zu alt und zu teuer – und wird durch günstigeres, jüngeres Personal aus dem Ausland ersetzt oder wegrationalisiert.

Die Zeche für diese kurzsichtige Renditeoptimierung der Manager, zahlt am Ende die Schweizer Allgemeinheit über unsere Sozialversicherungen. Und zur Stützung der AHV soll die Massenzuwanderung weitergehen, wie wenn diese Einwanderer nie alt würden? Das System ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Wir lassen Jahr für Jahr eine Bruttozuwanderung in der Grösse unseres ganzen Kantons zu, verbetonieren unsere Landschaft und belasten die Infrastrukturen bis zum Kollaps – angeblich wegen dem «freien» Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig zeigt die Entlassungswelle verschiedentlich einmal mehr, dass es den meist von Expats geführten Konzernen an Loyalität zum Standort Schweiz fehlt. Das Wachstum geht in die Breite, statt in die qualitative Tiefe. Am 14. Juni haben wir es in der Hand, Gegensteuer zu geben. Die Nachhaltigkeitsinitiative ist kein Selbstzweck, sondern setzt die längst fälligen Rahmenbedingungen gegen eine ungesteuerte Zuwanderung, die an den realen Bedürfnissen unserer Bevölkerung längst vorbeigeht.

Ein JA am 14. Juni ist ein Signal gegen die Passivität der Behörden und für mehr Schutz unserer einheimischen Arbeitskräfte gegen die ungebremste Masseinwanderung.

Philip C. Brunner
Kantonsrat, Zug

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