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Mehr Chancen für Schweizer Arbeitskräfte

Der BILANZ-Artikel «Das Expat-Paradies Schweiz bröckelt» beschreibt die Lage ausländischer Arbeitskräfte. Was als Attraktivitätsverlust dargestellt wird, kann man auch anders lesen: als gute Nachricht für Schweizer Arbeitnehmer.

Jahrelang hiess es, die Schweiz sei auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Die porträtierte Expat verdiente zuerst 100’000, später fast 250’000 Franken – obwohl sie nach vielen Jahren in der Schweiz kaum Deutsch spricht. Ein hohes Salär ist noch kein Beweis für aussergewöhnliche Qualifikation.

In internationalen Unternehmen entscheiden viele ausländische Führungskräfte über Neueinstellungen. Dabei spielen Netzwerke und vertraute berufliche Profile eine wichtige Rolle. So besteht die Gefahr, dass Personen aus demselben Herkunftsland bevorzugt werden, während ebenso qualifizierte Schweizer das Nachsehen haben.

Das ist kein Vorwurf an einzelne Nationalitäten, sondern eine Frage der Fairness. Wer hier ausgebildet wurde, eine Landessprache spricht und unsere Verhältnisse kennt, darf nicht übergangen werden. Vielleicht bröckelt nicht das Expat-Paradies – vielleicht normalisieren sich endlich die Verhältnisse.

Alex Haslimann, Kantonsrat SVP Risch und Gemeinderatskandidat

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