Der Bildungsdirektor auf der richtigen Spur
Der Bildungsdirektor ist nicht auf dem Holzweg, wenn er auf falsches Mitleid mit den Schülerinnen und Schülern hinweist. Tatsächlich können tiefere Anforderungen Bildungsunterschiede verschärfen.

Warum? Weil bildungsbewusste Eltern tiefere schulische Anforderungen (zum Beispiel bei der Rechtschreibung oder beim Rechnen) zu Hause wieder wettmachen. Kinder aus bildungsfernen Familien haben diese Möglichkeit nicht. Der Graben zwischen privilegierten und weniger privilegierten Kindern und Jugendlichen vertieft sich.
Die PISA Studien weisen darauf ebenso hin wie auf den stetigen Rückgang der schulischen Leistungen. Über diese Gräben und diesen Leistungsrückgang müsste Esther Haas von der Schulkommission Cham reden. Es ist nicht der Ton des Bildungsdirektors, der Gräben vertieft. Es ist die falsche Pädagogik.
Aber natürlich ist es viel bequemer, sich nicht inhaltlich mit den Argumenten von Stephan Schleiss auseinandersetzen zu müssen, sondern sich über seinen Ton aufregen zu können. Zu einer besseren Schule führt das auch in hundert Jahren nicht.
Ich empfehle, dass alle seinen Beitrag «Starke Schulen schaffen Chancen» selber lesen. Er ist auf seiner Webseite beim Kanton Zug zu finden.
Gregor Bruhin, Zug
Kantonsrat

