1.7 Millionen(!) zusätzliche Steuerdeklarationen
Replik zum Leserbrief von Peter Frigo vom 25.02.2026

Wenn Peter Frigo bei der bestehenden Familienbesteuerung von «Bürokratiemonster» schreibt, verkennt er die Realität völlig. Zivilstandsänderungen verursachen im heutigen System weder bei den Steuerpflichtigen noch bei den Behörden Aufwand.
Wäre es aber so, stellte sich die Frage der Verhältnismässigkeit. Pro Jahr wird in der Schweiz rund 40’000 mal geheiratet und rund 18’000 mal geschieden. Die Individualbesteuerung bringt aber jährlich 1.7 Millionen(!) zusätzliche Steuerdeklarationen. Frage an den sehr geschätzten Peter Frigo: Wo genau siehts du ein Bürokratiemonster?
Zu dem erwähnt er: «Der Staat argumentiert selbst, dass mit der Individualbesteuerung langfristig erhebliche Mittel eingespart werden können.» Wo er diese Aussagen findet, ist schleierhaft. Der Regierungsrat Zug hat aufgezeigt, dass die Zuger Steuerverwaltung mit der Individualbesteuerung 14 zusätzliche Personen anstellen müsste. Abgesehen davon, ist die Individualbesteuerung für Familien sehr ungerecht.
Ausgerechnet Familien, die ihre Kinder selbst betreuen würden gegenüber heute und gegenüber Familien, welche ihre Kinder fremdbetreuen lassen, massiv benachteiligt. Immerhin hat Peter Frigo’s Partei, die kantonale FDP dies erkannt und als einzige kantonale FDP zur Individualbesteuerung die NEIN-Parole gefasst. Sie hat den Widerspruch innerhalb der FDP erkannt – Bravo!
Nun also an die Urne und ein wuchtiges Nein gegen diesen Irrsinn einwerfen.
Adrian Risi, Zug
SVP Kantonsrat

