Das Gewerbe braucht gute Schulabgänger – es braucht dringend ein Umdenken
Die aktuellen Zahlen aus dem Kanton Zug sind alarmierend: Weniger als die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger entscheidet sich für eine Berufslehre. Der Anteil ist von 51 auf 47,2 Prozent gesunken. Diese Entwicklung muss uns zu denken geben.

Eine Berufslehre ist keineswegs eine Ausbildung zweiter Klasse. Im Gegenteil: unsere Gewerbebetriebe, das Handwerk und viele Unternehmen sind dringend auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen. Ohne Lernende von heute fehlen morgen die Fachkräfte, die unsere Wirtschaft tragen.
Es braucht ein Umdenken bei Eltern, Schulen und in der Gesellschaft: Nicht jeder Jugendliche muss zwingend das Gymnasium besuchen. Eine Berufslehre bietet hervorragende Zukunftsperspektiven, exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten und über die Berufsmaturität den direkten Weg an die Fachhochschule.
Gerade im wirtschaftsstarken Kanton Zug müssen wir dafür sorgen, dass die duale Berufsbildung wieder den Stellenwert erhält, den sie verdient. Das Gewerbe braucht motivierte Jugendliche – und die Jugend braucht die Chance, ihre Talente auch auf dem praktischen Weg voll zu entfalten.
Kari Nussbaumer
Präsident Gewerbeverein Neuheim-Menzingen
Kantonsrat

