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Den Mutigen gehört die Welt

Am «Super-Wahltag» vom Sonntag, 4. Oktober 2026, also in knapp zwölf Monaten, werden die Zuger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihre Regierungsräte, Kantonsräte sowie, in der Stadt Zug, die Stadträte, die Mitglieder des Grossen Gemeinderats sowie die Rechnungsprüfungs-kommission wählen. Ein basisdemokratisches Privileg, welches sich alle vier Jahre wiederholt.

Die meisten politischen Parteien befinden sich bereits heute spürbar in der Vorbereitung auf den Wahlkampf. Einzelpersonen oder Teams – oft unterstützt von Kommunikationsprofis – werden beauftragt, bekannte und weniger bekannte lokale Persönlichkeiten als Kandidatinnen und Kandidaten anzusprechen und für die Wahllisten zu gewinnen.

Wer von den Bisherigen tritt erneut an? Wer hat Potenzial, zeigt Engagement und ist bereit, die nötige Zeit aufzubringen, um sich erneut oder erstmals im Parlament oder in Kommissionen zu engagieren? Parteiprofile werden flankierend geschärft, sowie erste eingängige Abstimmungsparolen gefasst. Strategische Überlegungen, etwa zur geschickten politischen Planung oder für einen Generationenwechsel, werden entworfen, diskutiert und verabschiedet.

Der Effekt nationaler politischer Schwerpunktthemen, kombiniert mit lokal relevanten Anliegen und den geeigneten Persönlichkeiten, die sich für eine Kandidatur interessieren und eignen, bleiben hauptentscheidend für den Wahlerfolg.

Im Fokus

Natürlich braucht es etwas Courage und im Einzelfall auch etwas Überwindung, um sich als Kandidatin oder Kandidat für ein politisches Amt zur Verfügung zu stellen. Nicht alle stehen gerne im Mittelpunkt, freuen sich über ihr Foto auf Wahlplakaten und Flyern, beantworten routiniert Anfragen von Freunden, Bekannten und Medien oder äussern sich spontan zu aktuellen Themen bzw. gar zu sich selbst.

Beruhigend ist jedoch: Ein wenig Lampenfieber gehört zu jedem beherzten und authentischen Auftritt, oftmals selbst bei langjährigen Politprofis. Trotz aller Bedenken gilt: Das Positive überwiegt. Nicht nur, weil ein Wahlerfolg eine schöne Bestätigung des persönlichen Einsatzes ist, sondern vor allem, weil jede Parlamentarierin und jeder Parlamentarier im Kanton und in der Stadt Zug tatsächlich auch etwas bewirken kann.

Weg mit den Zweifeln

Natürlich gehört das Abwägen von Vor- und Nachteilen zu jedem klug durchdachten Entscheid. Wenn jedoch der Präsident des Gewerbevereins Stadt Zug bei einem öffentlichen Vortrag mahnend zur Vorsicht bei der Annahme von politischen Kommissions- oder Parlamentsmandaten rät, dann muss ich entschieden widersprechen.

Gerade Unternehmerinnen, Unternehmer und Gewerbetreibende sind in der Politik zunehmend gefragt. Sie kennen den Begriff Eigenverantwortung aus dem Berufsalltag und setzen diese Haltung täglich ein – sie beweisen sich durch ihr Tun.

Anstatt sich auf Dritte, Einflüsterer oder gar staatliche Zuwendungen zu verlassen, braucht es Ideen, klare Standpunkte, kombiniert mit «gesundem Menschenverstand». Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um langfristig tragfähige politische Entscheidungen zu fällen.

Noch bleibt genügend Zeit, sich bei der politischen Partei, der Sie sich zugehörig fühlen zu melden. Diese Chance kommt alle vier Jahre. Darum mein Appell: Agieren Sie jetzt!

Marcus H. Bühler, Gemeinderat SVP Stadt Zug

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