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Der Energie-Irrtum: Wie Lenkungsabgaben und hohe Preise den Wohlstand verbrennen

Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek (1899-1992) brachte es einst auf den Punkt: Wer Ökonomie versteht, kann eigentlich kein Sozialist sein.

Doch in der aktuellen Energiepolitik versuchen uns links-grüne Strategen in Bern und Brüssel das Gegenteil weiszumachen. Sie huldigen dem Mythos, dass man unseren Planeten gesundbeten kann, indem man Energie künstlich verteuert. Die Realität der aktuellen Erdöl- und Energiekrise entlarvt diese Theorie jedoch als gefährliches Wunschdenken.

Der Kernfehler dieser Ideologie: Man glaubt, Energie sei ein Luxusgut, auf das man bei steigenden Preisen einfach verzichtet – wie auf das Dessert im Restaurant. Doch die Menschen verbrauchen Strom, Öl und Gas nicht zum Vergnügen. Energie ist das Blut in den Adern jeder modernen Zivilisation.

Niemand steigt aufs Velo um, nur weil der Diesel 20 Prozent teurer wird, wenn der Arbeitsweg 50 Kilometer beträgt. Niemand lässt die Heizung aus, wenn es draussen gefriert und niemand verzichtet auf warme Mahlzeiten oder die Waschmaschine.

Wenn die Energiepreise durch staatliche «Lenkungsabgaben» steigen, passiert genau nicht das, was die grünen Ayatollahs versprechen – nämlich ein smarter Umstieg auf Luft und Liebe.

Stattdessen wird bei anderen, weniger dringenden Ausgaben gespart. Der Privatkonsum bricht ein, Investitionen bleiben aus. Das Resultat ist keine «ökologische Transformation» oder ein besseres Klima, sondern es droht eine handfeste Rezession oder Stagflation, wie heute.

Für die Wirtschaft sind die Folgen fatal: Hohe Energiekosten vertreiben die Produktion dorthin, wo Energie bezahlbar ist. Wer bleibt, verliert an Wettbewerbsfähigkeit und verkümmert. Eine Rezession (oder eine Pandemie) drosselt zwar tatsächlich den Energieverbrauch – aber um den Preis von Massenarbeitslosigkeit und sozialem Elend.

Und in einer wirtschaftlichen Krise kümmert sich kein Mensch mehr um Gletscher oder Eisbären; dann geht es ums nackte Überleben – und in dieser Situation geht es konsequenterweise auch dem Staat schlecht, die Steuereinnahmen brechen im dümmsten Moment ein.

Statt die Bevölkerung mit künstlicher Teuerung zu drangsalieren, täten wir gut daran, uns an die Erfolge der 1970er Jahre zu erinnern. Als Reaktion auf die damalige Ölkrise (1973) setzte die Schweiz massiv auf den Ausbau der Kernkraft – eine saubere, sichere und preisgünstige Lösung, die uns über Jahrzehnte energiepolitische Unabhängigkeit sicherte.

Davon kann das heutige Windmühlen-Europa nur noch wehmütig träumen, während es sehenden Auges in den Deindustrialisierungs- Abgrund steuert. Darum sollten wir nicht die vergifteten Rezepte von Dritten übernehmen um unsere Energieversorgungssicherheit sicherzustellen.

Philip C. Brunner
Kantonsrat, Zug

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