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Der Mittelstand wird ausgegrenzt!

Ich selber fahre einen Plug-In Hybrid und habe eine grosse Affinität zur Elektromobilität. Ein Vorstoss im Zuger Kantonsrat schiesst jedoch völlig über das Ziel hinaus und schadet erneut vor allem dem Mittelstand.

«Den Konsumenten soll bewusst werden, dass der nicht emissionsfreie Verkehr in Zukunft, analog der Situation der Dieselfahrzeuge heute, zunehmend mit Einschränkungen rechnen muss.» So steht es wortwörtlich in einer Motion der CVP/GLP-Fraktion betreffend die Schaffung der gesetzlichen Grundlage für Nullemissionszonen in den Zuger Gemeinden.

So möchte die CVP/GLP-Fraktion, dass im Kanton Zug Zonen geschaffen werden, in welchen nur noch vollelektrifizierte Autos sich fortbewegen dürfen – selbst die Plug-In Hybride wurden explizit von der CVP/GLP Fraktion zusätzlich ausgegrenzt! Geht es also nach dem Wunsch der Motionäre wird es in Zukunft möglich sein, dass ein vollelektrischer Jaguar-Fahrer (Basisvariante startet bei knapp CHF 87’000.-) in eine gewisse Zone fahren darf, während der Mittelstand und die Familien explizit ausgegrenzt werden.

Wer das kontrollieren sollte ist mir auch schleierhaft. Eine kurze Recherche beim Bundesamt für Statistik zeigt, dass auf den Schweizer Strassen Ende 2020 rund 99,1% der Personenwagen mit einem Verbrennungsmotor unterwegs waren (Plug-In Hybride haben zusätzlich auch einen Verbrennungsmotor).

Ich persönlich verstehe die Motivation der CVP/GLP-Fraktion nicht, weshalb mit solchen extremen Forderungen nun 99,1% von den Personenwagen von den Strassen verbannt werden sollen. Ein weiters mal würde der Mittelstand, die Familien und das Gewerbe oder etwa auch gehbehinderte Personen mit einem Spezial-Auto welches nicht elektrisch ist, mit solchen extremen Forderungen ausgegrenzt.

Zusätzlich schaden solche Vorstösse auch der Akzeptanz von neuen Technologien, da eine Mehrheit gezwungen wird – falls sie sich es überhaupt leisten können – ein neues Auto zu kaufen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Mehrheit der Zuger Bevölkerung solche extremen Forderungen positiv gegenübersteht.

Beni Riedi, SVP Kantonsrat
Baar

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