Die Individualsteuer gleicht einem «Döner-Mix»
Wer auf SRF die «Arena» zur Individualbesteuerung verfolgte, rieb sich verwundert die Augen. Wenn Finanzministerin Karin Keller-Sutter das komplizierteste Steuerexperiment der Geschichte mit «Einmal mit alles gibt es nur beim Döner» kommentiert, dann weiss man: Hier wird uns eine ungeniessbare Kost aufgetischt.

Die Sendung hat eines klar gemacht; am Ende kommt niemand mehr draus. Die Vorlage ist eine gefährliche «Blackbox», wie es Ständerätin Esther Friedli richtig ausführte. Niemand kann sagen, wie hoch die Steuerrechnungen für die Familien im Kanton Zug am Ende ausfallen, da zuerst das kantonale Steuergesetz mühsam angepasst werden müsste.
Sicher ist nur: Gutverdienende Doppelverdiener profitieren, während der Mittelstand, Einverdiener-Familien und Rentner die Zeche zahlen. Das ist unsolidarisch. Dass die Heiratsstrafe weg muss, darin sind sich alle einig. Wenn die Politik aber nach 40 Jahren keine bessere Lösung zustande bringt als diesen bürokratischen «Döner-Mix» mit 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen, dann gibt es nur eine Antwort:
Am 8. März ein NEIN und das ganze Paket nach Bern zurück an den Absender.
Philip C. Brunner
Mitglied Komitee „Nein-zum-Steuerschwindel“, Zug

