Die Umweltverantwortungsinitiative: ein Angriff auf den Wohlstand der Schweiz
Am 9. Februar 2025 wird die Schweizer Stimmbevölkerung über die sogenannte Umweltverantwortungsinitiative entscheiden. Diese Initiative ist bei näherer Betrachtung ein Angriff auf die Grundlagen unseres Wohlstands, unserer Wirtschaft und unserer Unabhängigkeit.

Zudem sagt diese Verfassungsinitiative der Jungen Grünen nichts darüber aus, wie die utopischen Ziele erreicht werden können. Mittlerweile stelle ich fest, dass in der Politik immer mehr über gut klingende Forderungen in Gesetzen und Verfassungen abgestimmt wird, als dass man über effektive Massnahmen und deren Konsequenzen diskutiert. Das Klimaschutzgesetz lässt grüssen. Diese Initiative sollte somit aus folgenden Gründen abgelehnt werden:
1. Unverhältnismässige Einschränkungen für die Wirtschaft
Die Umweltverantwortungsinitiative fordert von Unternehmen eine umfassende Verantwortung für ihre gesamten Lieferketten. Dies mag in der Theorie löblich klingen, ist jedoch in der Praxis kaum umsetzbar. Wie soll ein mittelständisches Unternehmen in der Schweiz garantieren, dass jeder Zulieferer im Ausland den höchsten Umweltstandards entspricht? Der Aufwand, solche Nachweise zu erbringen, würde immense Kosten verursachen und KMU überproportional belasten.
2. Gefahr für den Arbeitsmarkt
Die Initiative würde unweigerlich dazu führen, dass Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern. Statt hier Verantwortung zu übernehmen, würden Firmen gezwungen, Standorte in weniger regulierten Ländern aufzubauen, was paradoxerweise zu einer Verschlechterung der globalen Umweltbilanz führen könnte.
3. Schädigung der Innovationskraft
Unsere Unternehmen leisten bereits heute einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz durch neue Technologien und nachhaltige Lösungen. Die übertriebenen Forderungen der Initiative würden jedoch Ressourcen von Forschung und Entwicklung abziehen. Anstatt die Umwelt voranzubringen, würde die Initiative Fortschritt und Innovation ausbremsen.
4. Internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in Gefahr
Unsere Unternehmen wären im internationalen Vergleich massiv benachteiligt, wenn die Umweltverantwortungsinitiative angenommen würde. Länder mit weniger strengen Auflagen würden von der Verlagerung der Produktion profitieren. Die Schweiz, als attraktiver Wirtschaftsstandort, könnte ihren Status als globaler Innovations- und Handelsplatz verlieren.
5. Bürger und Konsumenten tragen die Kosten
Die Umweltverantwortungsinitiative würde nicht nur Unternehmen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger hart treffen. Höhere Produktionskosten bedeuten auch höhere Preise für Konsumenten.
Mein Fazit
Die Umweltverantwortungsinitiative klingt auf den ersten Blick verlockend, doch ihre Umsetzung würde katastrophale Folgen für die Schweiz haben. Sie würde unseren Wohlstand, unsere Arbeitsplätze und unsere Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährden – ohne einen messbaren Nutzen für die globale Umwelt.
Die Schweiz hat bereits heute strenge Umweltgesetze und engagierte Unternehmen, die freiwillig Verantwortung übernehmen. Statt Bürger und Wirtschaft mit unrealistischen Auflagen zu belasten, sollten wir auf bewährte Lösungen setzen. Stimmen Sie deshalb am 9. Februar 2025 NEIN zur Umweltverantwortungsinitiative.
Hans Jörg Villiger
Kantonsrat SVP Cham

