Die vielen Reformen haben den Unterricht an den Schulen nicht verbessert
Mit grosser Freude habe ich den Gastbeitrag von Carl Bossard, Gründungsrektor der Pädagogischen Hochschule Zug, vom 15.02.26 in der Zuger Zeitung gelesen.

Er schrieb darüber, wie schädlich digitale Medien für Kinder und insbesondere junge Kinder sind. Denn sie mindern die Aufmerksamkeitsspanne und vermindern die Lernleistung.
Genau das war auch der Beweggrund, weshalb ich zusammen mit 4 anderen Kantonsräten ein Postulat eingereicht hatte, das darauf abzielte, dass in der Unterstufe, also Kindergarten bis und mit 2. Klasse, keine digitalen Geräte für den Unterricht benutzt werden.
Unser Postulat wurde vom Regierungsrat unterstütz, leider aber vom Kantonsrat abgelehnt. Länder wie Dänemark und Schweden waren Vorreiter in Sachen Digitalisierung in der Schule, sie sind es nun auch, welche eine Umkehr einläuten.
Offensichtlich müssen wir zuerst unsere eigenen Fehler machen, anstatt von anderen zu lernen. Schade, denn die leidtragenden sind unsere Kinder. Ich wünsche mir mehr Stimmen aus der Bildungslandschaft wie jene von Carl Bossard, die den Mut haben nicht alles, was «modern» ist auch gut zu heissen, sondern kritisch hinsehen und abwägen, was das Beste für unsere Kinder ist. Vielleicht hat dann auch die Politik ein Einsehen.
Esther Monney, Unterägeri
Kantonsrätin SVP

